Engagiert: Finsings Schulleiter Stephan Rettig. 
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Engagiert: Finsings Schulleiter Stephan Rettig. 

Versammlung der Mitgliedsgemeinden

Lob für Finsinger Schulfamilie in Corona-Krise: „Wir wissen, was Sie leisten“

Die Grund- und Mittelschule Finsing hat die Corona-Krise gut gemeistert. Für die Solidarität der Schulfamilie gab es nun Lob und Anerkennung.

Finsing– Die Corona-Krise, die damit verbundenen Herausforderungen, aber auch der kreative und flexible Umgang mit der schwierigen Situation waren am Mittwoch Thema in der konstituierenden Sitzung der Schulverbandsversammlung Finsing mit den Mitgliedsgemeinden Finsing, Neuching und Moosinning. „Jeder Tag ist ein Spagat. Wir wissen, was Sie leisten“, lobte Moosinnings Bürgermeister Georg Nagler (SPD) Schulleitung und Lehrerkollegium. Auch die Finsinger Schulverbandsrätin Julia Manu (CSU) sagte: „Die Schule macht das großartig.“

Schulleiter Stephan Rettig freute sich über das positive Feedback und bestätigte: „Wir haben jeden Tag eine neue Situation.“ Es gelte, kurzfristig auf die aktuellen ministeriellen Vorgaben zu reagieren. Auch die umfangreichen Hygienevorschriften seien herausfordernd. „Wir wissen, was das für die Familien bedeutet“, sagte Rettig zur komplizierten Schulsituation. Die Eltern hätten sich aber gut organisiert. „Wir werden sehr unterstützt“, freute sich Rettig über die Solidarität innerhalb der Schulgemeinschaft.

Die Corona-Krise habe gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung sei. Man habe Erfahrungen gesammelt, wo sie gut funktioniere, wo es noch Handlungsbedarf gebe und wo sich neue Arbeitsfelder entwickelten. Mit Blick auf die Chancengleichheit sprach Rettig ein grundsätzliches Problem an. Bei der Notbetreuung versuche man, möglichst alle Kinder zu berücksichtigen.

Der wiedergewählte Schulverbandsvorsitzende, Finsings Bürgermeister Max Kressirer (WGE), ging auf die derzeit schwierige Schulbusbeförderung wegen der sehr unterschiedlichen Unterrichtszeiten ein. Sie sei mit den vorgeschriebenen Abstandsregelungen zu organisieren gewesen. Die Eltern hätten sich noch mehr Busse gewünscht. „Wir können das nicht noch mehr aufblasen“, sagte Kressirer zur ausgereizten Kapazität. In den Bussen herrsche Maskenpflicht.

Die Klassen würden derzeit im Wechsel in kleinen Gruppen unterrichtet. Kressirer stellte die Schule in Zahlen vor. Man habe ein Haushaltsvolumen von zwei Millionen Euro. Die Grundschule sei dreizügig, die Mittelschule fast durchgängig zweizügig, und es gebe zwei Vorbereitungsklassen für den Mittelschulabschluss. Rund 480 Kinder und Jugendliche besuchen die Schule. Hinsichtlich der steigenden Zahlen, die sich in der Fünf-Jahres-Statistik abzeichneten, sei schon bald wieder eine Erweiterung nötig.

Die monatliche Aufwandsentschädigung für den Verbandsvorsitzenden legte die Versammlung auf 300 Euro fest, für den 2. Vorsitzenden sind es 150 Euro. Das Sitzungsgeld beträgt 40 Euro. Auch die Mitglieder des Elternbeirats sollen befristet auf drei Sitzungen wieder 40 Euro bekommen. Dieses Geld fließe wie bisher für Schulprojekte auf ein Sammelkonto. Zudem befindet sich gerade ein Förderverein für die Schule in Gründung.(VRONI VOGEL)

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