Den Singkreis des Vereins hat Lehmer ins Leben gerufen. Unser Archivbild zeigt die Sängerinnen und Sänger bei einem Treffen im Jahr 2017, Brauchtumspfleger Lehmer mit Gitarre in der Mitte.
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Den Singkreis des Vereins hat Lehmer ins Leben gerufen. Unser Archivbild zeigt die Sängerinnen und Sänger bei einem Treffen im Jahr 2017, Brauchtumspfleger Lehmer mit Gitarre in der Mitte.

Kulturverein Jagdhaus Maxlruh würdigt Arbeit des schwer erkrankten Brauchtumspflegers

Max Lehmers Werk wird weitergeführt

Der schwer erkrankte Brauchtumspfleger Max Lehmer, der zuhause betreut wird, fehlte vielen in der Generalversammlung des Kulturvereins Jagdhaus Maxlruh im Gasthaus Faltermaier in Eicherloh. Er war dennoch in den respektvollen Redebeiträgen sehr präsent.

Eicherloh – Die Pandemie und Lehmers Erkrankung seien zwei schwere „Schläge“ für den Kulturverein gewesen, betonte der Vorsitzende und Finsinger Bürgermeister Max Kressirer. Mit ihm verwiesen einige Vorstandsmitglieder auf Lehmers engagierte Aufbauarbeit gerade im volksmusikalischen Bereich.

Diese Wertschätzung gipfelte in der Frage, wie man sein Werk „im Sinne vom Max weiterführen“ könne, so Kressirer. Lehmer habe „leidenschaftlich für den Verein gearbeitet“, und es sei schwer, für ihn einen Ersatz zu finden. Man wolle aber, „das, was Max aufgebaut hat, erhalten“. Der Gemeindechef schlug deshalb vor, einen Übungsleiter einzustellen, der dem von Max Lehmer ins Leben gerufenen Singkreis, der Blasmusikgruppe und der Saitenmusik unterstützend zur Seite stehen soll. Jährlich habe der Kulturverein dafür ein maximales Budget von 2400 Euro zur Verfügung. Finanziell könnte es sich der Verein leisten. „Würdet ihr den Antrag unterstützen?“, fragte der Vorsitzende in die Runde. Das Votum der Versammlung war einmütig für die Beschäftigung eines Übungsleiters.

Kulturverein Jagdhaus Maxlruh: Veranstaltungen sollen nachgeholt werden

Auch wenn die Pandemie den Kulturverein, wie viele andere Vereine auch, in eine Zwangspause geführt hat, wurden weiterhin Pläne geschmiedet. Ob Ausflüge, Lesungen, Aktionen für Kinder, Archivprojekte, Kulturreisen oder Open Airs im Park – all diese Veranstaltungen sollen wieder organisiert werden, wenn Corona es zulässt. Das bekräftigte auch Kulturreferentin Marianne Lehmer mit Blick auf ausgefallene Lesungen, die man nachholen wolle. Für das Open Air gebe es sogar schon einen festen Termin, den 8. Juli 2022. Bereits gekaufte Karten für die ausgefallene Freiluftveranstaltung behalten ihre Gültigkeit.

Der Kulturverein Jagdhaus Maxlruh mit Vorsitzendem Max Kressirer (stehend) möchte die volksmusikalische Arbeit des schwer erkrankten Brauchtumspflegers Max Lehmer in dessen Sinne fortführen.

Vereinsintern habe man den Arbeitsgeburtstag 15 Jahre Sanierung Jagdhaus Maxlruh gewürdigt. Dieser Meilenstein ließ Kressirer auf das 20-jährige Vereinsbestehen im Jahr 2025 vorausschauen. Für den Unterhalt und notwendige Renovierungsarbeiten des Jagdhauses sollen Rücklagen geschaffen werden. Nicht zuletzt soll es beim runden Vereinsgeburtstag „in dem Glanz erscheinen, wie wir uns das vorstellen“, so Kressirer.

Kulturverein Jagdhaus Maxlruh: Archiv im Dachgeschoss ist fertiggestellt

Herzlich gedankt wurde Gründungs- und Vorstandsmitglied Antonia Janz, die sich 15 Jahre lang federführend um den Sektempfang bei Trauungen im Jagdhaus gekümmert hat. Die beiden Vorsitzenden Kressirer und Otto Isemann überreichten der Geehrten einen Blumenstrauß. Dankesworte gab es auch für alle Unterstützerinnen und Unterstützer des Kulturvereins.

In der Versammlung wurde zudem über die Fertigstellung des Archivs im Dachgeschoss sowie den Mieterwechsel im Erdgeschoss informiert. Hier folgt einer privaten Musikschule eine Immobilienfirma nach.

Da der Brunnen vor dem Jagdhaus ein Anziehungspunkt für Kinder sei, appellierte Vizevorsitzender Isemann an die Eltern, ihre Aufsichtspflicht wahrzunehmen.

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