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Mehr Jugendsozialarbeit in Finsing

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Von: Veronika Macht

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An der Schule Finsing gibt es seit dem Jahr 2004 Jugendsozialarbeit. Sie wird nun um zehn Wochenstunden ausgeweitet.
An der Schule Finsing gibt es seit dem Jahr 2004 Jugendsozialarbeit. Sie wird nun um zehn Wochenstunden ausgeweitet. © Vroni Macht

Die Schulsozialarbeit im Schulverband Finsing wird ausgeweitet. Die beiden Sozialarbeiterinnen haben künftig zehn Wochenstunden mehr Zeit, um sich um die Sorgen der Schüler zu kümmern.

Finsing – Seit Februar 2004 ist die Brücke Erding Träger der Schulsozialarbeit an der Grund- und Mittelschule Finsing. Betreut werden neben der dortigen Schule auch die Grundschulhäuser in Neuching und Moosinning. Finanziert wird dieses Projekt ausschließlich als freiwillige Leistung der drei Kommunen im Schulverband – Finsing, Neuching und Moosinning.

Bisher waren die Schulsozialarbeiterinnen Katharina Bornschlegl und Martina Eichner insgesamt 45 Wochenstunden im Einsatz. Sie baten nun um eine Erhöhung um zehn Wochenstunden. „Das ist auf das ganz Jahr gesehen. Wegen der Ferienzeiten sind es am Ende tatsächlich zwölf oder 13 Stunden mehr vor Ort“, erklärte Finsings Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzender Max Kressirer (WGE) in der Sitzung der Schulverbandsversammlung.

„Wir verstehen uns als unabhängige Beraterinnen und Vermittlerinnen im System Schule“, beschreiben Bornschlegl und Eichner auf der Homepage der Schule Finsing ihre Arbeit. Als Ansprechpartner stünden sie Eltern, Kindern und Lehrkräften zur Verfügung und hoffen, „eine gute Unterstützung und Anlaufstelle bei Fragen und Schwierigkeiten zu sein“.

Aktuell seien in den Haushalt 90 000 Euro dafür eingestellt. „Normalerweise liegen wir aber deutlich unter 78 000 Euro“, erklärte Kressirer. Also müsste beim aktuellen Ansatz auch die Stundenerhöhung abgedeckt sein. Zudem habe es auch immer wieder Rückzahlungen gegeben, vor zwei Jahren etwa seien nur 64 000 Euro abgerechnet worden.

„Es ist nachvollziehbar, dass die Stunden erhöht werden sollen“, berichtete Hans Peis (CSU, Neuching). „Die Schülerzahlen sind gestiegen, und dass die Probleme nicht weniger werden, ist auch klar.“ Die beiden Frauen hatten den Bürgermeistern bereits voarb erklärt, worin ihre Arbeit besteht und wie intensiv sie mit den Problemen von Kindern und Eltern befasst sind. „Da könnte man fast meinen, dass man sogar noch mehr Stunden bräuchte“, meinte Peis zu diesem Gespräch.

Dem schloss sich Pamela Kruppa (CSU, Moosinning) an. „Die Schulsozialarbeit ist ein ganz wichter Baustein geworden und auch aus den Grundschulen nicht mehr wegzudenken.“ Dass der Bedarf ansteigt, sei an und für sich ein trauriges Phänomen, meinte Kruppa. Umso wichtiger sei es, dass die Fachfrauen nicht im Schnelldurchlauf zwischen Tür und Angel komplizierte Fälle durchschleusen müssten. „Es muss genügend Zeit da sein“, befand Kruppa. Der Rest des Gremiums sah es genauso und stimmte der Stundenerhöhung zu.

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