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Mittlerer Isarkanal 

Wasserpest bedrohtFinsinger Kraftwerk

Kraftakt für die Wasserkraft am Kraftwerk in Finsing: Dessen Betreiber Uniper musste seit Ende vergangener Woche sage und schreibe 500 Tonnen Wasserpflanzen aus dem Mittleren Isarkanal entfernen. Denn vor dem Einlaufrechen hatten sich nach den Worten von Uniper-Sprecher Theodorus Reumschüssel ganze Teppiche an Wasserpflanzen gesammelt. Die Aktion, so Reumschüssel, sei überfällig gewesen, denn die Wasserpest drohte die Turbinen zu verstopfen oder gar zu beschädigen.

Finsing – 30 000 Euro habe die Rund-um-die-Uhr-Aktion von Kraftwerks-Mitarbeitern und Wurzer Umwelt aus Eitting gekostet. „Diesem Engagement ist es zu verdanken, dass das Kraftwerk unter dem Andrang der Wasserpflanzen seinen Betrieb nicht einstellen musste und weiterhin Strom zur Verfügung stellen kann“, bilanziert der Unternehmenssprecher. Mit seinen sechs Turbinen und einer Leistung von acht Megawatt liefert das Kraftwerk Finsing rund 40 Millionen Kilowattstunden Bahnstrom CO2-frei aus Wasserkraft.

Das in diesen Tagen angeschwemmte Treibgut, wird laut Reumschüssel „wie immer bei organischem Material, kompostiert und somit dem natürlichen Kreislauf zurückgeben“. Anorganische Materialien würden heraus sortiert und fachgerecht entsorgt.

Wasserpflanzen stellen den Kraftwerksbetreiber am Mittleren Isarkanal jedes Jahr vor Herausforderungen. Pro Jahr fallen an dem künstlichen Wasserlauf rund 1400 Tonnen an. Die Entsorgung kostet rund 80 000 Euro.  ham

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