Gemeinderat Finsing

Per Bus von Neufinsing bis Messestadt Ost?

Finsing – Hatte die geplante Erdgas-Loopleitung von Forchheim nach Finsing in Kommunen wie Moosinning für große Diskussionen gesorgt (wir berichteten), wurde der Punkt am Montagabend in der Finsinger Gemeinderatssitzung relativ kurz abgehandelt.

Das hat auch seinen Grund: Laut der Planung der Open Grid Europe GmbH wird die Leitung mit eineinhalb Kilometern nur ein sehr kleines Stück der Gemeinde Finsing durchqueren.

Wie Bürgermeister Max Kressirer ausführte, seien dabei nur vier gemeindliche Wege tangiert. „Es betrifft uns nur in einem kurzen Bereich“, erklärte der Gemeindechef. Kommunale Planungen würden nicht beeinträchtigt. Kressirer sah also keinen Grund, hier eine negative Stellungnahme abzugeben. Es wurde vielmehr beschlossen, auf eine Stellungnahme gänzlich zu verzichten. In einem zweiten Beschluss schließlich genehmigte der Gemeinderat den Bauplan mit zwei Gegenstimmen.

Buslinie 262: Ja zur Kostenbeteiligung

Ebenfalls Grünes Licht gab das Ratsgremium mit großer Mehrheit zur Kostenbeteiligung, falls die MVV-Regionalbuslinie 262 zwischen dem Gewerbegebiet Neufinsing und der Messestadt Ost eingeführt wird. Von drei möglichen Varianten komme laut Kressirer lediglich Variante 1 mit der Route München/Messestadt Ost – Feldkirchen – Heimstetten (S) – Kirchheim – Pliening – Gelting – Neufinsing/Gewerbegebiet in Frage. Bis zu 15 000 Euro pro Jahr mit einer Maximalbindung auf fünf Jahre würde Finsing zuschießen. Wünschenswert sei, dass sich auch die Gemeinde Neuching aufgrund ihres angrenzenden Gewerbegebiets mit 5000 Euro pro Jahr anschließe, meinte Kressirer, der mit seinem Amtskollegen Hans Peis bereits das Gespräch gesucht hat. Da jedoch die entsprechende Neuchinger Sitzung erst noch stattfinde, habe man hier noch kein Ergebnis.

Die Gesamtkosten der Buslinie sollen sich auf 500 000 bis 530 000 Euro jährlich belaufen, der Landkreis beteilige sich daran mit etwa 60 000 bis 65 000 Euro pro Jahr.

Dritte Bürgermeisterin Gertrud Eichinger sah in der Anbindung einen „sehr guten Vorteil“ für die Gemeindebürger. Auch der Ein-Stunden-Takt sei attraktiv. Ratskollege Dieter Heilmair meinte, dass alles, was das MVV-Netz verbessere, sinnvoll sei. „Keinerlei Verbesserung für Finsing“ bietet die Linie hingegen für Jürgen Lachmann. Seiner Meinung nach wäre sie dann nur sinnvoll, wenn sie über Poing geführt würde. Gemeinderat Lorenz Söhl bedauerte, dass Eicherloh nicht berücksichtigt werde.

Vroni Vogel

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