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Die fleißigsten Wasserwachtler der Ortsgruppe Finsing sind (v. l.): Klaus Fink, Vorsitzende Lydia Saalfrank, Lena Stolze, 2. Vorsitzende Daniela Hiltensperger, Nina Fink, Johanna Sterr, Sarah Schulze und Markus Reiser. Nicht auf dem Bild: Lisa Buchmann und Jasmin Geyer.

Wasserwacht Finsing 

Nicht nur am Badeweiher im Einsatz

Finsing – Sie leisten Wach- und Sanitätsdienste, sind bei Fortbildungen, der Mittelbeschaffung oder in der Jugendarbeit im Einsatz. Vielfältig und intensiv ist das ehrenamtliche Engagement der Wasserwacht Finsing.

Rund 7480 Einsatzstunden meldet die Wasserwacht Ortsgruppe Finsing für das vergangene Jahr. Das entspricht der Jahresarbeitszeit von 4,2 Vollzeit-Mitarbeitern, wenn man 220 Arbeitstage zu jeweils acht Stunden rechnet. Dies wurde in der Jahreshauptversammlung deutlich.

Hinter diesen Zahlen stehen Menschen, die ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Rund 1200 Einsatzstunden entfallen in Finsing auf den Wach- und Sanitätsdienst, die vordringliche Aufgabe der Wasserwacht. Diese erledigt sie am neu gestalteten Badeweiher. Dort werden im Notfall Wasserrettungseinsätze geleistet, aber auch kleinere Verletzungen fachgerecht versorgt.

„Um für den Ernstfall gerüstet zu sein, bilden wir uns das ganze Jahr über gründlich fort“, sagte Vorsitzende Lydia Saalfrank. Schwimmtraining, Sanitätskurse, Herz-Lungen-Wiederbelebung, der Umgang mit dem Defibrillator und vieles mehr gehören zum Ausbildungsprogramm. Es gibt Gruppenstunden für die knapp 50 Kinder und Jugendlichen in der Wasserwacht, Schwimmkurse für die Kinder in der Gemeinde und Erste-Hilfe-Kurse. Auch am Ferienprogramm der Gemeinde beteiligt sich die Wasserwacht. Rund 2500 Stunden entfallen auf diesen Bereich.

Bei den Arbeitsdiensten am Badeweiher und in der Wasserwachtstation wird für die Einsatzbereitschaft der Rettungsmittel gesorgt oder der Uferbereich von gefährlichem Unrat gesäubert. Saalfrank betonte, dass das Wasserwacht-Gebäude einschließlich der Nebengebäude in unentgeltlicher Eigenleistung entstanden ist, der erste Bauabschnitt zu Beginn der 1980er Jahre noch in Zusammenarbeit mit den Finsinger Fischern. Das Baumaterial hatte stets die Gemeinde zur Verfügung gestellt.

„Wir arbeiten zwar unentgeltlich, unser Einsatz ist aber nicht kostenlos“, so Saalfrank. Einen Teil der benötigten Mittel versucht die Wasserwacht mit Veranstaltungen zu erwirtschaften. Das Aschermittwoch-Fischessen ist seit 1982 ein kulinarischer Treffpunkt. Der Sommer-Sound, der das weit über die Gemeindegrenzen hinaus gekannte „Rock am Weiher“ abgelöst hat, war eine harmonische Festveranstaltung vor malerischer Abendkulisse am Badeweiher. Auch Musikkabaretts, zuletzt mit dem Lengdorfer Julian Wittmann, veranstaltet die Wasserwacht. Beim Neufinsinger Adventsmarkt ist sie von Beginn an dabei. Der erwirtschaftete Gewinn dieser Veranstaltungen wird umgehend in die Ausrüstung, Jugendarbeit oder Sanitätsmaterial investiert. Arbeitsdienste und Mittelbeschaffungsmaßnahmen umfassen laut Jahresbericht einen zeitlichen Aufwand von 3700 Stunden.

Viele Ehrenamtliche engagieren sich in der Finsinger Wasserwacht. Die Fleißigsten ehrten Saalfrank und ihre Stellvertreterin Daniela Hiltensperger. Im Beisein von Bürgermeister Max Kressirer und den Vorstandsmitgliedern des BRK-Kreisverbands, Alois Schießl und Edgar Scholz, dankten sie den „Zugpferden“ Johanna Sterr, Nina Fink, Lena Stolze, Sarah Schulze, Markus Reiser, Lisa Buchmann, Klaus Fink und Jasmin Geyer.

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