Seine selbst gebaute Himmelsleiter hat André Löschner im Griff.
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Seine selbst gebaute Himmelsleiter hat André Löschner im Griff.

André Löschner und Katharina Kuhn sind bei der sechsten Staffel der RTL-Show dabei

Ninja Warriors aus Finsing und Lüß

André Löschner aus Finsing und Katharina Kuhn aus Lüß sind bei der sechsten Staffel der „Ninja Warriors Germany“ dabei.

Finsing/Lüß/Köln – Geschicklichkeit, Kraft, Ausdauer und gute Nerven sind wichtige Eigenschaften, wenn man bei „Ninja Warrior Germany“ erfolgreich sein will. Die bei RTL ausgestrahlte Show, in der Kandidaten herausfordernde Hindernisparcours bewältigen müssen, begeistert seit Jahren ein Millionenpublikum. In der nächsten, Staffel, der sechsten, sind auch zwei junge Landkreisbewohner mit dabei:

André Löschner aus Finsing und Katharina Kuhn aus Lüß in der Gemeinde Neuching wurden für die TV-Aufzeichnungen 2021 ausgewählt und haben dort aufregende Erfahrungen gesammelt.

Die beiden sind befreundet und in ihrer Freizeit sportlich sehr aktiv. Löschner hat als Landschaftsgärtner nicht nur einen körperlich anstrengenden Beruf. Zuhause hat sich der Finsinger ein kleines Fitnessstudio – unter anderem mit Kurzhanteln, Gummibändern und Kettlebells – eingerichtet. Der 27-Jährige trainiert dort mehrmals pro Woche oder geht Boxen.

Mit der 24-jährigen Kuhn, die aus Neufinsing stammt, ist der Finsinger gerne beim Klettern und Bouldern. Die gelernte Raumausstatterin, die gerade die Meisterschule besucht, ist außerdem gerne beim Reiten, Schwimmen, Joggen und macht Wintersport.

Beide kennen „Ninja Warrior“ schon seit Jahren und sind Fans der TV-Show. Löschner hatte sich bereits zur dritten Staffel als Kandidat beworben und wurde damals auch zur Vorrunde eingeladen. Verschiedene Sportübungen musste der Landschaftsgärtner damals ausführen. Für die TV-Aufzeichnung erhielt er allerdings eine Absage. Löschner bewarb sich in den Folgejahren erneut – und schließlich auch für die sechste Staffel in diesem Jahr. Der 27-Jährige weckte so auch das Interesse von Kuhn, die sich heuer erstmals beworben hat.

Aufgrund der Pandemie ist 2021 die Präsenzvorrunde entfallen, erklärt Löschner. Stattdessen haben die jungen Leute ihre Fitness in einem Video bewiesen – mit Erfolg. Sechs Wochen vor den Aufzeichnungen erhielten sie die telefonische Zusage aus Köln. Bei Löschner war die Freude sofort riesengroß, Kuhn war anfangs etwas zwiegespalten. „Unter normalen Umständen hätte ich Luftsprünge gemacht“, ist sich die 24-Jährige sicher. Aufgrund ihrer Meister-Fortbildung und der bevorstehenden Prüfungen Ende Juli, war die Neuchingerin kurz eingeschüchtert, „ob es mir nicht zu viel wird“. Letztlich entschied sie sich aber doch für ihre Parcours-Teilnahme: „Vielleicht kriegt man diese Chance ja nur einmal.“

Katharina Kuhn hat viel trainiert.

Gemeinsam trainierten die Freunde fortan zwei- bis dreimal pro Woche ihre Kraft-Ausdauer. Löschner achtete besonders auf Balanceübungen und die Griff- sowie Sprungkraft. Außerdem übte der 27-Jährige Klimmzüge sowie an seiner selbst gebauten Himmelsleiter, die ein beliebtes „Ninja Warrior“-Element ist. Die Eigenkonstruktion steht seit drei Jahren in Löschners Garten. Außerdem war er mit Kuhn zweimal in Erlangen im „Warrior’s Luck“, einer an die Show angelehnten Trainingshalle.

Die neue Staffel wird im Oktober ausgestrahlt, die TV-Aufzeichnung war bereits Anfang Juli. Nach einem Corona-Test durften Kuhn und Löschner das Studio betreten, und ein Athlet machte den Parcours einmal vor. „Ich musste schon kurz schlucken, als ich die Hindernisse gesehen habe und das Wasser, wo man vielleicht hineinfällt“, blickt Kuhn zurück. „Und dort sind so viele Lichter, Kameras und Bildschirme – da wird man automatisch nervös“, gibt die 24-Jährige lachend zu.

Details zu den Hindernissen, wie erfolgreich ihr Parcours war und ob sie es in die nächste Runde geschafft haben, dürfen beide noch nicht verraten. Die 1,69 Meter große Neuchingerin erzählt jedoch, dass sich die Nervosität kurz vor ihrem Start wieder etwas gelegt hat. Ihr 1,87 Meter großer Mitstreiter war nicht ganz so entspannt. „Ich war richtig aufgeregt“, sagt Löschner und verweist auf die lange Wartezeit im Studio bis zum Start am frühen Abend. „Man ist in der Zeit andauernd nervös.“ Die Kommentare der Moderatoren während ihres Laufs haben sie im Übrigen nicht gehört.

Die beiden sind sehr froh, dass sie die Chance zur Teilnahme erhalten haben. „Es war eine echt coole Erfahrung“, berichtet Löschner. Teilweise ergaben sich auch Gespräche mit anderen Teilnehmern. Manche von ihnen sind regelmäßig seit Jahren bei der Show dabei. „Die Leute dort sind toll und sehr sympathisch“, erzählt Kuhn. „Viele Athleten ziehen sich vor Ort aber auch etwas zurück. Im Prinzip kämpft ja auch jeder für sich selbst“, ergänzt Löschner.

Beide möchten sich 2022 voraussichtlich erneut bewerben. Löschner ist mit seinem Fitnessstand absolut zufrieden und will bis dahin sein Training in der aktuellen Form beibehalten. Seine kurz vor den Prüfungen stehende Mitstreiterin würde sich beim nächsten Mal noch mehr auf den Sport fokussieren. Kuhn kann sich aber grundsätzlich vorstellen, Hindernisparcours regelmäßiger auszuüben: „Ninja Warrior ist ja im Prinzip eine eigene Sportart.“

Markus Ostermaier

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