Alte Schlitten gab es in Eicherloh viele zu sehen. Der Imperial von 1959 (Bild o.) war das Luxusschiff im Chrysler-Konzern. Der Wagen ist auf absoluten Fahrkomfort ausgelegt. So gibt es sogar einen Schwenksitz, damit Damen besser einsteigen können.
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Alte Schlitten gab es in Eicherloh viele zu sehen. Der Imperial von 1959 (Bild o.) war das Luxusschiff im Chrysler-Konzern. Der Wagen ist auf absoluten Fahrkomfort ausgelegt. So gibt es sogar einen Schwenksitz, damit Damen besser einsteigen können.
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Oldtimer-Treffen in Eicherloh

Betagte Trabis und heiße US-Schlitten

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Wer alte Fahrzeuge mag, kam beim fünften Oldtimer-Treffen der Feuerwehr Eicherloh voll auf seine Kosten. Ein Hingucker waren nicht zuletzt die heißen US-Gefährte.

Eicherloh Eine knallbunte Mischung aus Zweirädern, Pkw, Feuerwehrfahrzeugen und Landmaschinen stand beim Oldtimer-Treffen in Eicherloh einträchtig beieinander – alle Baujahr vor 1988. „Manche Motorräder sind sogar aus den 1930er Jahren“, erklärte Feuerwehrvorsitzender Dieter Rath, der sich über Traumwetter und gute Stimmung freute. Die Wehrler hatten ihr seit 1978 traditionelles Sommernachtsfest vom 14. auf den Feiertag am 15. August verlegt und damit großen Besucherandrang bekommen.

Zu bewundern waren allerlei Exoten, besonders auffällig die US-Straßenkreuzer. Zwischen einem Oldsmobile Town Car aus den 1980ern und einem Imperial von 1959 aus dem Chrysler-Konzern hatten sich ihre Besitzer gruppiert – stilecht zu Rock’n’Roll-Musik aus dem Retro-Ghettoblaster. Sie waren aus Starnberg, Kiefersfelden, München und Mohrenwies nach Eicherloh gekommen. „Wir fahren gern zu kleineren Treffen“, erzählt Martin, einer von ihnen. „Die sind familiärer.“

Neben dem Imperial und dem jüngeren Olds haben sie noch zwei Oldsmobile von 1956 und einen 69er Cadillac De Ville dabei. „Bei den amerikanischen Autos gibt es eine große Vielfalt, in den 50er und 60er Jahren hat nahezu jeder Hersteller jährlich ein Modell herausgebracht.“ Die Autos seien unverwechselbar und „auf 100 Meter zu unterscheiden. Das ist nicht so ein Einheitsbrei wie heute.“

Zudem seien die Amerikaner schon vor 60 Jahren sehr innovativ gewesen. „Vieles, was Autofahren bequem gemacht hat, war damals schon in den amerikanischen Autos drin.“ Automatikgetriebe, elektrische versenkbare Cabrio-Dächer, hydraulisch verstellbare Sitzbänke, Servolenkungen, Sitzheizungen und vieles mehr gab es zu einer Zeit, als die Deutschen gerade mal dem Kabinenroller entwachsen waren.

Stolz präsentiert Martin den drehbaren Fahrersitz seines Imperial: „Damit konnten die Damen in ihren Röcken besser ein- und aussteigen.“ Und trotz einer Länge von 5,75 Metern und einem Leergewicht von 2,4 Tonnen ließe sich das chromblitzende Schiff dank hydraulischer Unterstützung kinderleicht rangieren. Kraft ist sowieso ohne Ende da – unter der Haube steckt schließlich ein 6,8-Liter-V8 mit 300 PS.

Sechs Zylinder, 6,2 Liter Hubraum und 274 PS weniger bieten die Zweitaktmotoren der Trabi-Oldies, die vier Mitglieder des Bayerischen Trabantclubs mitgebracht haben. Was die gute Laune angeht, unterscheiden sich die Besitzer in keiner Weise. Immerhin sind der Imperial und der 601 Universal von Andi Hahn aus Mühldorf im nahezu gleichen Farbton lackiert. „Gletscherblau“ heißt der des Zwickauer Kleinwagens, der wohl seinen über zwei Meter längeren automobilen Bruder aus den USA in puncto Sympathie in nichts nachsteht.

Hahns Exemplar hat sogar zwei Motoren – einen davon im Kofferraum. „Den habe ich überholen lassen und gerade aus der Werkstatt geholt. Nun bleibt er erst mal im Auto liegen, denn wir wollen jetzt nach Sardinien in den Urlaub fahren“, sagt Hahn. Wenn er unterwegs liegen bleibt, kommt der alte Motor raus und der neue rein – beim Trabi geht so was. Damit er und Partnerin Betty Lotter auch noch Gepäck mitnehmen können, kommt an den Kombi, Baujahr 1967, noch ein stilechter Queck-Wohnwagen aus der DDR. „Unsere Tiere müssen ja auch mit“, sagt Betty zwinkernd und meint Sandmännchen, Pittiplatsch & Co., die sich auf der Hutablage tummeln.

Der 601 von Michael Hanicke ist ein 87er mit etwas mehr Chrom als damals Serie war. Auffällig ist das Starnberger Kennzeichen. In der Porsche-Hochburg „sind die Blicke an der Ampel unbezahlbar“, erzählt Hanicke. Das weiß auch Armin Wecks, der aus Erding mit einem 601 von 1982 mit einem auffällig lackierten Ostermann-Cabrio-Umbau aus den 1990ern angereist ist. Er sei häufig mit dem Wagen unterwegs, auch bei Regen. „Da bleibt dann das West-Blech unterm Carport“, meint er schmunzelnd.

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