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Tolles Spendenergebnis zum Jahresbeginn: In Eicherloh alleine wurden bei der Sternsingeraktion 1453,70 Euro gesammelt. Die Eicherloher Ministranten sind gleichzeitig die Sternsinger (v. l.): Oberministrantin Eva-Maria Albert, Marina Seidel, Anna Paulus, Anna Spies, Antonia Fischer, Dekan Michael Bayer, Gemeindereferentin Rosemarie Huber, Benedikt Albert, Melinda Seidel, Franz Paulus, Hannes Westermeier und Josef Paulus.

Neujahrsempfang des Pfarrverbands St. Anna im Moosrain

Dekan Bayer blickt in die Zukunft: „Wahrscheinlich wird die Arbeit mehr“

Dekan Michael Bayer blickte beim Neujahrsempfang in die Zukunft. Grundsätzlich machte er Mut, aber verhehlte auch nicht, dass das Personal wohl nicht mehr werde - die Arbeit hingegen schon.

Eicherloh – Auch wenn er „kein Hellseher“ sei, so Dekan Michael Bayer, blickte der Geistliche beim gut besuchten Neujahresempfang des Pfarrverbands St. Anna im Moosrain im Eicherloher Bürgerhaus in die Zukunft. Der Kreisdekan machte grundsätzlich Mut, sich trotz einiger „Unwägbarkeiten“ auf Neues einzulassen. Wie die Weisen aus dem Morgenland dem Stern folgten, so sei man selbst gefordert, sich aufzumachen, um positive Änderungen herbeizuführen.

Schutzkonzept soll helfen, „dass es den Kindern und Jugendlichen bei uns gut geht“

Bei einem aktuellen Thema wurde es still im Saal. Bayer sprach das Schutzkonzept der Kirche für Kinder und Jugendliche an, um sie vor Missbrauch zu schützen. Es sei kein starres Konzept, sondern eines, an dem beständig weitergearbeitet werden müsse. Die Kirche sei hier Vorreiter, „auch weil wir massiv in der Kritik waren“. Das Konzept soll helfen, „dass es den Kindern und Jugendlichen bei uns gut geht“. Man müsse immer die Augen aufhalten „und sagen, wenn etwas ist. Verschleiern ist nichts“, kommentierte Bayer mahnend.

Der Dekan ging auch auf das neue Pastoralkonzept ein. Es liefere eine Bestandsaufnahme, wie man aufgestellt sei „und was man leisten kann“ – und es basiere auf einem Prozess der Weiterentwicklung. Zur geplanten Neuordnung des Bistums vermutete Bayer: „Wahrscheinlich ist es so, dass die Arbeit mehr wird.“ Auch gehe das nicht von heute auf morgen, sondern brauche Zeit. Ganz wichtig seien Kooperation und ein gutes Miteinander, ein Blick über den „eigenen Tellerrand hinaus“.

Für Gemeindereferentin Rosemarie Huber gibt es keine Nachfolge

Dass die Personaldecke besser aufgestockt werde, dieser Illusion gab sich Bayer nicht hin. Er informierte vielmehr darüber, dass es für die allseits geschätzte Gemeindereferentin Rosemarie Huber keine Nachfolge geben werde. Der Abschiedsgottesdienst für die Gemeindereferentin, die in Rente geht, findet am 8. Februar um 18 Uhr in Eichenried mit anschließendem Stehempfang statt.

Personelle Einsparungen würden es für die Seelsorge nicht einfacher machen, weil man als Geistlicher eben noch viele andere Aufgaben zu bewältigen habe. Bayer nannte auf bürokratischer Ebene die Einführung der Umsatzsteuerpflicht in 2021 für die Kirchen nach EU-Recht – ein neues System, mit dem man bisher noch in keiner Weise vertraut sei, für das aber Fortbildungen angeboten würden. „Keiner weiß bisher, wie das gemacht werden soll.“ Es gehe um eine zeitnahe und korrekte Abwicklung fürs Finanzamt, die einen großen Mehraufwand bedeute. Schalkhaft skizzierte Bayer ein Schreckensszenario, das für Erheiterung sorgte: Als „Steuerflüchtling muss ich auf die Bahamas“, witzelte er. Bis Ende 2020 gelte die Übergangsfrist.

Dekan Bayer:„2020 sind es zehn Jahre, dass sich da sein darf“

Zum Schluss zitierte der Dekan einen Sinnspruch des Geistlichen Elmar Gruber: „Das Licht kam in die Welt. Es liegt an unseren Augen, wenn wir das Licht nicht sehen.“ Es sei immer wieder daran zu arbeiten, das Licht des Lebens, den Stern, Jesus, Gott „in unserem Mittelpunkt zu haben“. Dazu brauche es einen klaren Blick. Bayer appellierte an die Zuhörer, die Zukunft zu wagen, ohne das Vergangene zu vergessen und wünschte für 2020 „ein Jahr mit Hoffnung, Frohsinn, Glauben und Mut“. In seinem Rückblick sprach der Dekan einen persönlichen Zeitabschnitt an: „2020 sind es zehn Jahre, dass sich da sein darf.“

Vroni Vogel

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