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Die Vorboten der neuen Sporthalle: Kräne und Maschinen sind derzeit täglich im Bereich hinter dem Parkplatz bei der Arbeit zu sehen.

Projekte in der Gemeinde Finsing

Eine Fußgängerzone in der Ortsmitte

Viel vorgenommen hatte sich die Gemeinde Finsing zu Beginn des laufenden Haushaltsjahrs. Vieles konnte mittlerweile fertiggestellt werden. Andere Projekte – etwa der Neubau der Sporthalle – laufen noch auf Hochtouren.

Finsing Fast abgeschlossen sind die Arbeiten am Neufinsinger Sportgelände. Dort befindet sich seit einigen Wochen ein weiteres Rasenspielfeld, das Grund- und Mittelschule sowie FC Finsing nutzen sollen. 450 000 Euro hat die Fläche gekostet, rund 110 000 Euro gibt’s als Zuschuss. Bespielbar ist die Fläche allerdings erst im Frühjahr 2018. „Eventuell veranstalten wir im Herbst ein kleines Probetraining mit den Kindern, aber ansonsten muss der Platz ruhen“, verrät Bürgermeister Max Kressirer.

Einiges getan hat sich auch rund um die Schule. Der Umbau des Gymnastikraums in Räume für Mittagsbetreuung und Offene Ganztagsschule (wir berichteten) konnte rechtzeitig abgeschlossen werden. Pünktlich zum Schuljahresbeginn stehen die Räume zur Verfügung.

Aufgerüstet hat man zudem bei der technischen Einrichtung. Neun Multitouchscreens hat der Schulverband Neuching, Finsing und Moosinning gekauft, sieben davon wurden im Finsinger Schulhaus angebracht. „Das sind quasi die Nachfolger der Whiteboards. Man kann es wie ein Handy in groß sehen“, erklärt Kressirer. Alle Klassenzimmer wollte er aber noch nicht damit ausstatten. „Manche Lehrer wollen die neue Technik, andere nicht. So können wir allen Wünschen gerecht werden“, begründet er diese Entscheidung. Dennoch ist er sich sicher: Die 75 000 Euro teuren Boards sind „eine tolle Sache“.

Sanierung des Rathauses

Warten müssen die Schüler noch auf die Zweieinhalbfach-Turnhalle, die gegenüber vom Parkplatz gebaut wird. Fünf Millionen Euro wird sie inklusive Tribüne kosten, eine Million Euro die dazugehörigen Außenanlagen wie Laufbahn und Beachvolleyballplatz (wir berichteten). „Wir liegen sehr gut im Zeitplan“, sagt der Rathauschef. Derzeit wird am Rohbau gearbeitet. Die ersten Wände stehen bereits. Fertig soll das Gebäude zum Schuljahresbeginn 2018/19 sein. Hier rechnet die Verwaltung mit einem Zuschuss von 1,8 Millionen Euro. Für den Umbau des Gymnastikraums und die Außenanlagen, etwa die Pausenhoferweiterung, soll es einen Zuschuss von 485 000 Euro geben. Die Außensportanlagen werden mit 55 000 Euro gefördert.

Doch die Gemeindeverwaltung ist nicht nur im Bereich der Schule gut beschäftigt, wie Kressirer erklärt. In den nächsten Monaten steht die Rathaussanierung an. „Das Haus stammt aus dem Jahr 1988. Seitdem ist lediglich einmal gestrichen worden. Eine Sanierung muss einfach sein“, erklärt der Bürgermeister. Dabei sollen auch neue Böden verlegt werden. Im Haushalt stehen dafür 150 000 Euro bereit.

Sanierungsarbeiten sind zudem am Bauhof in Neufinsing erforderlich (wir berichteten). Für neue Rolltore und ein Splittlager sind 100 000 Euro vorgesehen. Die Tore sollen demnächst eingebaut werden. „Die sind dringend notwendig. Das ist eine Frage der Sicherheit“, erklärt Kressirer. Zeitnah wolle man sich auch um Salzsilo und Parkplätze kümmern. Hier rechnet er mit Kosten von 150 000 Euro. Auf die Genehmigung des Bauantrags seitens des Landratsamts wartet die Verwaltung aktuell bei der kleinen Einstellhalle.

Wasserschaden im Kindergarten

Zu kämpfen hat Kressirer beim Thema Sanierung derzeit mit einer Hiobsbotschaft: Im Kindergarten Zur Sonnwend wurde ein Wasserschaden festgestellt. „Das Titanzinkblech hat Risse. Das hat man provisorisch behoben, allerdings müssen wir uns mit Sanierungsmaßnahmen auseinandersetzen“, erklärt er. Eigentlich wäre eine Generalsanierung des Kindergartens für 2020 geplant gewesen. 550 000 Euro sollten dafür in den Haushalt 2020 eingestellt werden. „Jetzt sollten wir überlegen, ob wir die Dach- mit der Generalsanierung verbinden. Wir müssen überlegen, ob wir das finanziell schon im nächsten Haushaltsjahr stemmen können“, sagt Kressirer. Die Verwaltung vermutet Kosten von rund 800 000 Euro. Aktuell wird ein Kostenrahmen erarbeitet, der Gemeinderat berät in einer der nächsten Sitzungen.

Deutlich bessere Nachrichten gibt es beim Thema Ortsmitte. Seit 2008 wird an der Entstehung des belebten Ortszentrums in Neufinsing gearbeitet. Nach der Inbetriebnahme von Seniorenheim und Nettomarkt gelten zwei von drei Schritten als abgeschlossen. Bei dem geplanten Gesundheitshaus, in dem es Arzt, Zahnarzt, Physiotherapeut und Apotheke geben soll, und dem gegenüberliegenden Haus, in das man weitere kleine Geschäfte integrieren will, geht es voran. Ein Investor wurde gefunden. „Zwischen den beiden Häusern soll eine Art Fußgängerzone entstehen. In der Tiefgarage sind rund 140 Parkplätze vorgesehen“, verrät der Gemeindechef. Er hofft, im Frühjahr 2018 mit dem Bau beginnen zu können.

Eineinhalb Jahre später soll die Ortsmitte fertig sein. „Es liegt mir viel daran, dass das zeitnah fertig wird. Man sollte es als Geschenk sehen, dass man die Infrastruktur in einer solch zentralen Lage auf die wachsende Bevölkerung anpassen kann“, erklärt Kressirer.

Julia Adam

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