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Die Richtfestkrone wurde mit dem Kran symbolisch nach oben gezogen, nachdem Zimmerer Ingo Sturm von der Holzbau Pfeiffer GmbH den Richtspruch gehalten hatte

Richtfest der neuen Zweieinhalbfach-Turnhalle

„Ein Meilenstein für alle Finsinger“

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In Finsing strebt ein Mega-Projekt seiner Vollendung entgegen: Auf der Baustelle der neuen Zweieinhalbfach-Turnhalle bei der Grund- und Mittelschule wurde Richtfest gefeiert.

Finsing– Seit rund vier Monaten wird am Finsinger Schulgelände gebaut. Nun wurde Richtfest für die neue Turnhalle gefeiert – nach exakt88 Arbeitstagen. Neben Vertretern der beteiligten Firmen und Planungsbüros waren auch Lehrkräfte und Mitarbeiter der Mittagsbetreuung sowie Gäste aus Kommunalpolitik und Schulverband eingeladen, sich ein Bild vom Baufortschritt zu machen. Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt fiel die Besichtigung des Rohbaus jedoch eher kurz aus.

Max Kressirer war froh, dass alle Gäste zur Baustelle an der Neufinsinger Straße gefunden hatten. „Manch einer wäre fast vorbei gefahren, weil er die Turnhalle beinahe nicht erkannt hätte“, witzelte der Bürgermeister. Immerhin, so erklärte er stolz, umfasse sie einen umbauten Raum von 13 000 Kubikmetern, „und das sieht man normalerweise auch“. Hier jedoch füge sich die Halle sehr gut ins Gelände ein und erlaube durch die Fensterfronten gar einen freien Blick auf Neufinsing. „Das ist sehr unauffällig und sehr gelungen“, fand Kressirer lobende Worte in Richtung der Planer.

Zudem, so freute er sich, sei die Zweieinhalbfach-Turnhalle mit Tribüne das erste Gebäude in der Finsinger Schullandschaft, das dank eines Aufzugs barrierefrei sein wird.

„Wir liegen zeitlich gut im Plan“, erklärte Kressirer. Derzeit gehe man davon aus, dass Schüler und Lehrer ab dem Schuljahr 2018/19 in der neuen Halle sporteln können. Damit seien dann alle Engpässe, die seit dem Umbau des Gymnastikraums für Mittagsbetreuung und Offene Ganztagsschule bestehen, passé.

Auch Architekt Markus Heilmaier bestätigte, dass man bis zu den Sommerferien fertig sein wolle. „Wir tun alles, um schnell zu sein. Aber wir müssen auch gut sein“, merkte er dazu an. Was man bisher geschaffen habe, könne sich durchaus sehen lassen, meinte Heilmaier: In den vier Monaten Bauzeit – das entspricht 88 Arbeitstagen, wie er vorrechnete – habe man unter anderem eine Bodenplatte mit 2050 Tonnen Gewicht sowie einen Dachstuhl mit rund 50 Tonnen Holz errichtet.

Seit den Herbstferien sind die Zimmerer mit den Arbeiten am Dachstuhl der neuen Turnhalle beschäftigt. Das Dach ist dicht, doch die Arbeiten gehen weiter. Auch die Tribüne ist schon gut zu erkennen (l.)

Rektor Stephan Rettig erklärte aus Sicht der Schule, dass mit dem Bau der Turnhalle eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen worden sei – „nicht nur für die Schulgemeinschaft, sondern auch ein Meilenstein für alle Bürger der Gemeinde Finsing“.

Die Notwendigkeit der neuen Sporthalle – mit etwa fünf Millionen Euro Gesamtkosten heuer die größte Maßnahme der Gemeinde – habe sich über die vergangenen Jahre aufgrund der zunehmenden Schülerzahlen ergeben. Aktuell besuchen die Grund- und Mittelschule 453 Mädchen und Buben. „Alleine aufgrund dessen haben wir sehr viele Sportgruppen“, berichtete Rettig aus dem Schulalltag und blickte voraus: „In Zukunft können wir in der neuen Sporthalle drei Gruppen gleichzeitig unterrichten und eine weitere Gruppe in der alten Turnhalle. Damit entlasten wir den Stundenplan extrem und können auf Nachmittagsunterricht im Rahmen des Sportunterrichts verzichten.“

Außerdem bleiben derzeit rund 170 Schüler bis 16 Uhr in der Ganztagsschule oder in der Mittagsbetreuung. „Sie alle haben dann endlich die Möglichkeit, auch im Winter oder bei Regen am Nachmittag Sport treiben zu können“, sagte Rettig. Er verwies zudem auf das Profil seiner Schule mit den zwei Säulen gesunde Ernährung und Bewegung, was man dann voll erfüllen könne.

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