Grund- und Mittelschule Finsing

Parkplatz und Fahrradhalle: Schule rüstet auf

Finsing - Neuer Parkplatz, offene Ganztagsschule für Grundschüler, Umbauten: An der Grund- und Mittelschule Finsing ist einiges im Gange. Ein Überblick über die geplanten Maßnahmen.

Schon sichtbar ist seit Mitte November der Bau eines neuen Parkplatzes. Wie berichtet, sind die bestehenden Stellplätze an der Grund- und Mittelschule schon lange nicht mehr für Eltern und Lehrer ausreichend. Immer wieder kommt es durch zusätzlich fahrende Schulbusse, Radfahrer und Fußgänger zu gefährlichen Situationen. Die neue Parkanlage soll Platz für gut 60 Fahrzeuge bieten. Außerdem entstehen für die aus Neufinsing kommenden Kinder ein Geh- und Radweg sowie eine extra Bushaltespur. Neu in den Planungen ist eine Fahrradhalle beim zweiten Haupteingang. Diese bietet Platz für etwa 60 Räder und wird gleich mit gebaut. Die Kosten für den zweiten Parkplatz betragen 550 000 Euro, die Errichtung der Fahrradhalle kostet 160 000 Euro. „Wir hätten eigentlich gerne im Sommer mit den Arbeiten angefangen, aber haben von der Regierung nicht den vorzeitigen Baubeginn bekommen“, erklärt Bürgermeister Max Kressirer auf Nachfrage. Bis kurz vor Weihnachten wird vor Ort noch gewerkelt, dann machen die Bauarbeiter Urlaub. „Unser Ziel wäre eine Fertigstellung heuer gewesen, aber die Firmen sind alle voll mit Arbeit.“ Wenn es die Witterung zulässt, geht die etwa achtwöchige Bauphase im Januar weiter. Fertigstellung: frühestens Februar 2016. Auf jeden Fall ist der Bürgermeister glücklich, dass die Planungen nun umgesetzt werden: „Mit den Maßnahmen können wir die Verkehrssituation endlich entzerren.“ Außerdem beschäftigte sich der Gemeinderat kürzlich mit der Einrichtung einer gebundenen Form der offenen Ganztagsschule. Die jetzige Mittagsbetreuung ist mit über 90 Kindern gut ausgelastet. Mit hohem Schülerzuwachs rechnet die Gemeinde Finsing in den nächsten Jahren. Besuchen heuer noch 398 Personen die Grund- und Mittelschule, werden es in fünf Jahren schon 465 Kinder sein, erläutert der Bürgermeister. Das Interesse an einer Ganztagsschule besteht. 29 der jetzigen Schüler würden das Angebot gerne wahrnehmen. „Auch in den Kitas ist die Nachfrage bei den künftigen Schülern enorm“, berichtet Kressirer. Die Umsetzung der gebundenen Ganztagsschule mit Schwerpunkt Sport und Ernährung wäre nach Gemeinde-Wunsch sofort fällig. Im März will Finsing einen Antrag bei der Regierung stellen. Testweise soll es die gebundene Ganztagesschule dann in der dritten Klasse im September 2016 geben, die vierte Klasse kommt 2017 dazu. Das Angebot Offene Ganztagesschule ist mit mehreren Umbau- und Neubaumaßnahmen verbunden. Für Anfang 2017 plant Kressirer den Bau einer zweiten Turnhalle (Kosten: etwa 3,6 Millionen Euro). Wenn diese fertig ist, könne der Gymnastikraum für Mittagsbetreuung und Ganztagesschule umgebaut werden (250 000 Euro). Anschließend geht es an die Außenanlagen wie die Laufbahn (100 000 Euro) und ein Fußballfeld (250 000 Euro). Alle Beteiligten wollen die geplante Entwicklung, freut sich der Bürgermeister. Es gibt auch schon einen Plan, wo man auf dem Gelände noch weitere Klassenräume schaffen könnte. Zwingend notwendig ist diese Realisierung im Moment aber nicht. Kressirer: „Irgendwo müssen wir unsere zukünftigen Schüler aber unterbringen. Wir sind sehr froh über diese Schüler-Entwicklung, und dass es nicht anders rum ist.“

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