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Max Kressirer (WGE) Der 52-Jährige ist seit 2008 Bürgermeistervon Finsing.

Serie: Halbzeit zwischen den Kommunalwahlen 

„Wenn mir die Arbeit noch Spaß macht, pack’ ich noch mal an“

2014 waren die Kommunalwahlen – Zeit für eine Zwischenbilanz. Heute: Max Kressirer (52), Bürgermeister von Finsing.

Finsing 2014 waren die Kommunalwahlen – Zeit für eine Zwischenbilanz. Nach drei Jahren wollten wir von den amtierenden Bürgermeistern wissen, welche Projekte aus dem Wahlkampf bereits umgesetzt wurden, wo es noch hapert und wie die nächsten drei Jahre aussehen. Heute: Max Kressirer (52), Bürgermeister von Finsing.

Rückblick auf Ihr Wahlprogramm: Was wurde bereits umgesetzt?

Max Kressirer:Beim Rückblick kann ich feststellen, dass das Pflegeheim sowie der Bau des Nettomarkts in der Ortsmitte Neufinsing, der Parkplatz an der Schule mit der neuen Bushaltestelle, Bauland für Einheimische „Nördlich Traberweg“, die Umgestaltung des Badeweihers sowie die Sanierung der Vorderen Moosstraße fertiggestellt wurden. In wenigen Wochen sind dann auch die Arbeiten für das neue Rasenspielfeld am Sportgelände abgeschlossen, und noch Ende Mai wird mit dem Bau unserer modernen 2,5-fach Sporthalle an der Schule Finsing begonnen. In der konkreten Planung befinden sich die Weiterentwicklung des Ortszentrums Neufinsing mit Gesundheitshaus und weiteren Ladengeschäften, der Neubau einer Tribüne am Sportgelände, die Dorferneuerung in Finsing und die Sicherung der eigenen Wasserversorgung. Für die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs mit der Buslinie von und zur U-Bahnstation Messestadt Ost im Jahr 2019 sind die notwendigen Beschlüsse gefasst. Der Breitbandausbau mit Glasfaser in den Außenbereichen und dem Gewerbegebiet ist nach den Förderrichtlinien ausgeschrieben und wird demnächst vergeben.

Was wurde noch nicht umgesetzt – und warum?

Kressirer:Die energetische Sanierung der Kinderhäuser, der Bürgerhäuser und des Bauhofs sowie der Radweg Eicherloh – Badeweiher – Neufinsing wurde noch nicht in Angriff genommen, da die Kosten bisher im Haushalt aufgrund vieler anderer Maßnahmen nicht dargestellt werden konnten und auch eine sehr gut funktionierende Verwaltung die Menge an zusätzlichen Aufgaben nicht gleichzeitig abarbeiten kann. Zwischenzeitlich wurden die Kosten für den Grunderwerb des Radwegs in den Haushalt eingestellt, und die Grundstücksverhandlungen beginnen in Kürze. Die energetische Sanierung der Kinderhäuser ist für die zweite Hälfte der Wahlperiode vorgesehen.

Wie ist Ihr Verhältnis zu Ihrem Gemeinderat?

Kressirer:Gut! Wer unsere Gemeinderatssitzungen verfolgt, weiß, dass wir wichtige Themen durchaus kontrovers diskutieren, dann aber meist mit großer Übereinstimmung und geschlossen umsetzen.

Was war in den vergangenen drei Jahren als Bürgermeister Ihr schönstes Erlebnis?

Kressirer:Neben meiner Wiederwahl war das Ergebnis des Bürger- und Ratsentscheids wohl mein schönstes Erlebnis. Die überragende Zustimmung unserer Bürger zum Ratsbegehren für eine lebendigen Ortsmitte hat die zukunftsweisende Arbeit des Gemeinderats bestätigt.

Welches war besonders ernüchternd?

Kressirer:Die neue Gesetzgebung zur Straßenausbaubeitragssatzung durch den Bayerischen Landtag. Hier hat man den Kommunen eine Beitragserhebungspflicht ihren Bürgern gegenüber auferlegt, die an Ungerechtigkeit kaum zu überbieten ist. Man hat es versäumt, eine mögliche nachvollziehbare Lösung zu erarbeiten, ähnlich einer Grundsteuer C, die den Kommunen die notwendige finanzielle Grundlage gibt, aber unsere Bürger nicht überfordert. In der jetzigen Ausgestaltung und im Vollzug wird das kommunale Selbstverwaltungsrecht der Kommunen mit Füßen getreten.

Gibt es etwas, das Sie in den nächsten drei Jahren anders machen wollen?

Kressirer:Ja, wir sollten uns trotz der Fülle der Aufgaben die Zeit nehmen, um über die Projekte und Erfolge unserer Gemeinde zu berichten. Das kommt eindeutig zu kurz.

Vorausschau auf 2020: Machen Sie’s noch einmal?

Kressirer:Wenn mir die Arbeit als Bürgermeister zum Termin, an dem ich mich entscheiden muss, noch genauso viel Spaß macht wie jetzt, pack’ ich noch mal an.

Interview: Julia Adam

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