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In Stammtisch-Atmosphäre stellte sich Hans Wiesmaier (M.) den Fragen zur Straßenausbaubeitragssatz ung. 

Stammtisch zur Dorferneuerung in Finsing 

CSU fordert mehr Initiative von Kressirer

Die Kommunikation zwischen der Teilnehmergemeinschaft der Finsinger Dorferneuerung und der Gemeindeführung ist ins Stocken geraten. So lautete der Tenor beim Stammtisch des CSU-Ortsverbands zu den Themen Dorferneuerung und Straßenausbaubeitragssatzung.

Finsing – Wie es mit der Dorferneuerung in Finsing weitergehen soll, weiß niemand so recht. Nicht nur den Vorstandsmitgliedern der Teilnehmergemeinschaft um Andreas Wimmer, Klara Lex, Joseph Henner und Korbinian Buchmann werfen zahlreiche Finsinger mangelnde Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit vor. Vor allem von Bürgermeister Max Kressirer, der ebenfalls zu den Mitgliedern der Teilnehmergemeinschaft zählt, haben die Betroffenen mehr Unterstützung und Initiative erwartet.

Vor rund einem Jahr wurde der Vorstand gewählt, um konstruktiv und zeitnah mit den Maßnahmen für die Dorferneuerung zu beginnen. Vor allem die Kirchenstraße und die Hofener Straße stehen dabei im Fokus. Die Kommunikation zur Gemeinde sei jedoch ins Stocken geraten, wie beim CSU-Stammtisch im Burschenstüberl seitens der Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft und der Bürger betont wurde.

Einige nutzten die Gelegenheit, ihrem Ärger Luft zu machen. Von der Gemeindeverwaltung würden die Betroffenen zu wenig informiert und eingebunden. Veranstaltungen zum Thema Dorferneuerung seien jüngst nicht publik genug gemacht worden. Dabei sei es gerade jetzt an der Zeit, die Bürger umfassend zu informieren, wie sich die Mehrheit der rund 30 Anwesenden einig war.

Die Betroffenen machen sich vor allem aufgrund der Straßenausbaubeitragssatzung Sorgen. „Erst wird uns die Dorferneuerung als toll verkauft, und jetzt sollen die Anwohner plötzlich dafür zahlen“, lautete ein Zwischenruf.

Vorrangig Unsicherheit bezüglich der entstehenden Kosten des anstehenden Projekts belastet die Finsinger. Fraunbergs Bürgermeister und Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetags, Hans Wiesmaier, versuchte auf Einladung der CSU etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Er stellte klar, dass man um den Erlass einer Ausbaubeitragssatzung nicht herumkommen werde. „Ich bin nach wie vor der größte Gegner dieser Satzung, allerdings sind Klagen aussichtslos“, bedauerte er. Er appellierte an die anwesenden Gemeinderäte Dieter Heilmair, Andreas Wimmer und Robert Schönhofen, sich ausführlich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Heilmair: „Natürlich werden wir versuchen, diese Satzung für die Bürger so angenehm und verträglich wie möglich zu gestalten.“

Die Verbindung mit der Dorferneuerung könne Wiesmaier zufolge ein funktionelles Mittel sein, um die anfallenden Kosten für die Anwohner zu verringern.

Gerade wegen der emotionalen Diskussionen empfand CSU-Vorsitzender Frank Paschke den Abend als wertvoll für die weitere Vorgehensweise. „Die Diskussion hat wieder an Fahrt aufgenommen. Das ist das Wichtigste, denn die Kommunikation ist der Schlüssel“, betonte er im späteren Gespräch.

Niemand wolle Bürgermeister Kressirer Vorwürfe machen. Jedoch solle er sich bewusst machen, dass er als Vorbild vorangehen müsse. „Er muss die Kommunikation am Laufen halten“, sagte Paschke und ergänzte: „Natürlich wird es zur Straßenausbaubeitragssatzung gegensätzliche Meinungen geben, allerdings kann man das Thema deshalb nicht einfach aussitzen. Man muss aktiv werden. Das würde auch eine außerordentliche Bürgerversammlung vertragen.“

Paschke setzt auf die Unterstützung der Gemeinderäte, die die Anregungen an Kressirer, der an der Veranstaltung nicht teilgenommen hatte, weitergeben sollen.

Julia Adam

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