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Freuen sich auf das Projekt gebundene Ganztagsschule: Bürgermeister Max Kressirer und Schulleiter Stephan Rettig (v. l.).

Grundschule Finsing

Start der Ganztagsschule

Finsing – Pilotprojekt an der Grundschule Finsing: Zum kommenden Schuljahr startet die gebundene Ganztagsschule für die dritten Klassen.

Sport und Ernährung: Unter diesem Motto soll an der Grundschule Finsing im kommenden Schuljahr erstmalig die gebundene Ganztagsschule für die dritten Klassen angeboten werden. Schulleiter Stephan Rettig und Bürgermeister Max Kressirer gehen von einem erfolgreichen Pilotjahr für den Schulverband Finsing, Moosinning und Neuching aus.

Rettig und Kressirer sind sich einig: „Auch für uns ist das spannendes Neuland.“ Betreten wollen sie das unbekannte Terrain, um das Betreuungsangebot im Grundschulbereich des Schulverbands zu komplettieren. „Zukunftsfähige Schulstandorte müssen heutzutage vielfältig aufgestellt sein“, begründet Rettig diesen Schritt.

Bereits ab September sollen 20 Kinder an der Finsinger Grundschule erstmalig im Rahmen des gebundenen Ganztagsangebots unterrichtet werden. Ab dem Schuljahr 2017/18 soll es jeweils eine dritte und eine vierte Ganztagsklasse geben. Deren Teilnehmer verbringen vier Nachmittage pro Woche verpflichtend in der Schule, am Freitag lediglich den Vormittag. Angst vor langen Tagen voller kniffliger Matheaufgaben und Diktaten muss laut Rettig allerdings niemand haben. Vielmehr können sich die Grundschüler auf einen Schulalltag mit themenbezogenen Projekten und Entspannungsphasen freuen, ganz unter dem Motto „Sport und Ernährung“.

In pädagogischer Hinsicht sei die gebundene Ganztagsklasse vor allem für Grundschüler perfekt geeignet, erklärt Rettig: „Die Lehrer sind dabei nicht so stark an den Stundenplan gebunden und haben mehr Zeit.“ In zwölf zusätzlichen Lehrerstunden können beispielsweise zuvor besprochene Themen spielerisch vertieft werden. Mit musikalischen oder sportlichen Elementen sollen sich die Schüler zwischendurch entspannen. Und auch die Gemeinschaft werde erheblich gefördert. „Das Mittagessen ist sehr gemeinschaftsbildend“, sagt Rettig.

Doch nicht nur die Lehrer beschäftigen sich den Nachmittag über mit den Grundschülern. Auch externe Partner, wie die Finsinger Elterninitiative und der Tennisclub, leisten einen Beitrag zur Betreuung. „Diese können ihr Angebot nachmittags in die Schule bringen. Dadurch entstehen vielfältige und abwechslungsreiche Schultage“, sagt Bürgermeister Kressirer. Und auch Arbeitsgruppen, in denen in jeder Phase zwischen den Ferien andere Themengebiete behandelt werden, soll es geben. So wird es vor den Herbstferien beispielsweise in unterschiedlichen Projekten rund um den Herbst gehen.

„Ich bin mir sicher, dass die Einführung der gebundenen Ganztagsschule funktioniert“, betont Kressirer und verweist auf eine Fünf-Jahres-Statistik, die steigende Schülerzahlen für die Gemeinde Finsing vorhersagt. Und auch Schulleiter Rettig blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Die Erwartungen sind auf jeden Fall da, da man bei anderen Schulen bislang schon eine große Akzeptanz beobachten konnte.“  

Julia Adam

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