Zu schätzen wissen Auszubildende Nadine sowie die Pflegekräfte Elke, Lidija und Daniel (v. l.) die Behelfsmasken aus Hedwig Geisbergs Nähzimmer. 
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Zu schätze n wissen Auszubildende Nadine sowie die Pflegekräfte Elke, Lidija und Daniel (v. l.) d ie Behelfsmasken aus Hedwig Geisbergs Nähzimmer. 

Zusammenhalt in der Corona-Krise

Neufinsingerin näht Masken fürs Pflegeheim

Zusammenhalt ist in Zeiten der Corona-Krise gefragt. In Finsing wird er gelebt. Jetzt nähen Freiwillige um Hedwig Geisberg Behelfsmasken fürs Seniorenzentrum. 

Neufinsing – Dass angesichts der Corona-Krise Zusammenhalt gefragt ist, wissen auch die Finsinger. Gemeinsam mit einigen helfenden Händen fertigt Hedwig Geisberg seit kurzem Behelfsmasken für das Seniorenzentrum in der Ortsmitte.

Geisberg hat sich bereits vor einigen Wochen Gedanken darüber gemacht, wie man als „ältere Generation“ – sie selbst ist 64 Jahre alt – denen helfen könne, „die gerade jetzt ihr Äußerstes geben und für uns da sind“. Die ausschlaggebende Idee habe schließlich der Neufinsinger Burschenverein gehabt, der derzeit allen Risikogruppen in der Gemeinde anbietet, Einkäufe und Besorgungen zu erledigen.

Geisberg, die sich schon seit vielen Jahren ehrenamtlich für das Pflegeheim engagiert, suchte daraufhin den Kontakt zum Verein. „Dieser bot an, das Angebot auch für alle Angestellten des Pflegeheims, egal ob Reinigungspersonal oder Pflegekraft, auszuweiten“, erzählt sie. So müssten die Angestellten selbst so wenig wie möglich einkaufen gehen.

Das senkt Geisberg zufolge das Risiko, sich selbst und damit die Bewohner des Heims zu gefährden.

Dass die begeisterte Hobbynäherin dem Pflegeheim auch anderweitig unter die Arme greifen kann, war schnell klar. „Behelfs-Mundbedeckungen fehlten dringend“, erzählt sie. „Ich habe mich gleich an die Arbeit gemacht.“

Zum Verständnis: Es handelt sich dabei nicht um die „richtigen“ medizinischen Mundschutzmasken. Solche werden getragen, wenn es Verdachtsfälle gibt. Das ist in Finsing noch nicht der Fall.

Als einige Tage später schließlich auch Bürgermeister Max Kressirer um Hilfe bat, sei die Erleichterung seinerseits groß gewesen, da die Arbeit bereits begonnen hatte. Über die Facebook-Gruppe „Finsing – Hand in Hand – Wissen was los ist“ machte sich Geisberg auf die Suche nach helfenden Händen. „Ich erhielt über eine gute Fee Unmengen an benötigtem Schrägband und viel Hilfe beim Zuschnitt, von meiner Mutter neue, noch verpackte Bettwäsche und Drähte einer Floristin“, sagt Geisberg dankbar. Hilfe bekommt sie zudem beim Faltenstecken und Nähen.

Rund 200 Masken hat die ehemalige Gemeindereferentin des Pfarrverbands Gelting-Finsing schon ins Pflegeheim gebracht. „Sie sind sofort zum Einsatz gekommen und werden von allen Mitarbeitern gerne getragen“, erzählt Einrichtungsleiterin Sandrine Pollow. Sie sei überwältigt von der Hilfsbereitschaft. Geisberg habe es innerhalb kurzer Zeit geschafft, Angestellten und Bewohnern des Pflegeheims ein großes Stück Sicherheit zu geben. (Julia Adam)

Viele Menschen sind in Zeiten der Corona-Krise auf Hilfe angewiesen und viele wollen auch helfen. Jedoch wie kommen Bedürftige und Helfer zusammen? Wir haben die Antwort: Auf dieser interaktiven Landkarte finden Sie diejenigen die Ihre Unterstützung anbieten und können sich selbst als Helfer eintragen. Aber nicht nur Privatpersonen brauchen Hilfe, auch die Restaurants und Betriebe in Ihrer Region. Um ihren Kunden, trotz Corona-Krise weiterhin einen guten Service bieten zu können. Auf dieser interaktiven Landkarte finden Sie alle Anbieter in Ihrer Region, die Abholung- oder Lieferservice anbieten und Sie können sich selbst und Ihr Unternehmen eintragen.

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