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Was nun? Spielertrainer Franco Soave und Stefan Hölzlein (v. l.) nach der Pleite gegen Feldmoching. 

Das starke Stück vom Wochenende

Das üble Foul an Finsing

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Finsing - Ein brutales Einsteigen, ein spätes Gegentor und eine Pleite gegen neun Karlsfelder - für Finsings Spielertrainer Franco Soave kam es am Wochenende knüppeldick.

Die Diagnose wird Franco Soave erst heute bekommen. „Aber ich gehe davon aus, dass mehrere Bänder ab sind.“ Auch nach Tagen kann der Spielertrainer des FC Finsing nur mit dem Kopf schütteln, wenn er an die 40. Minute in der Partie gegen die SpVgg Feldmoching zurückdenkt. „Ich habe zwei Gegenspieler aussteigen lassen und dann nach außen gepasst. Der Ball war schon ewig weg, da rauscht mir der Feldmochinger in den Knöchel.“

Soave spricht von Vorsatz. Ob er dagegen gerichtlich vorgehen will, „das weiß ich noch nicht“. So etwas habe er auch noch nie gemacht. Straf- oder Zivilrecht ist nicht seine Sache. Für den Fußballer Soave aber ist klar: „Dass es dafür nur Gelb gab, ist ein schlechter Witz.“

Aber das passte zu diesem völlig misslungenen Wochenende. „Am Samstag hätten wir längst führen müssen, und dann kassieren wir in der 92. Minute einen Sonntagsschuss. Bei zehn Versuchen trifft er den höchstens einmal so“, sagte Soave über das 2:1, mit dem Hussein Khalaf den Feldmochinger Sieg klarmachte.

Am Montag kam es für den FC Finsing noch schlimmer. Hilflos musste Soave am Rand zusehen, wie seine Mannschaft eine „sehr schlechte erste Halbzeit“ gespielt hat. „Es gab ein richtiges Donnerwetter in der Kabine“, erzählt der 34-Jährige. Aber auch im zweiten Durchgang habe sein Team keine Torchancen herausgespielt. Auch Karlsfeld habe keine gehabt, „aber wir haben sie zu einem Tor eingeladen“, ärgert sich der Coach über den Abwehrschnitzer. „Noch schlimmer aber war, dass wir eine halbe Stunde in doppelter Überzahl waren. Da muss man einfach ein Tor machen.“ Aber an diesem Nachmittag machte der Aufsteiger alles falsch. Die Mannschaft habe viel zu überhastet agiert, und jegliche Laufbereitschaft habe gefehlt. „Wir haben nach dem Spiel noch lange zusammengesessen und die Fehler analysiert“, erzählt Soave. Das sei ein Zeichen, dass sich das Team trotz der neun Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz noch nicht aufgegeben habe. Soave hat sogar einen Lichtblick entdeckt: „Fabian Kövener hat mich sehr gut vertreten.“ Er setzt auf den Youngster. Und er geht davon aus, dass der FC auch bei einem Abstieg in die Kreisliga nicht auseinanderbrechen wird. „Die meisten werden bleiben“, kündigt er an.

Soave selbst wird nach der Saison seine Zelte beim FC abbrechen. „Das weiß der Verein schon länger. Ich schaffe das aus beruflichen Gründen nicht mehr.“ Den Nachfolger wird der FC in den nächsten Tagen bekanntgeben. Soave will noch mindestens zwei, drei Jahre irgendwo kicken. „Dafür spiele ich zu gern“, sagt er und hofft, dass heute die Diagnose der Ärzte nicht so verheerend ausfällt, wie er befürchtet.

Dieter Priglmeir

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