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Noch eine Gas-Pipeline durch den Landkreis: Die Open-Grid-Leitung wird von Norden unter Isar und A 92 hindurch ins Erdinger Land geführt. In Nord-Süd-Richtung verläuft sie zwischen Erding und Freising bis Finsing. Die Genehmigung liegt nun vor, kann aber noch von Betroffenen beklagt werden.

von Forchheim bis Finsing

Grünes Licht für zweite Gashochdruckleitung

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Durch den Landkreis wird in den nächsten Jahren eine zweite Gas-Pipeline gegraben.

Erding - Aktuell verschwindet die Leitung Monaco von Burghausen nach Finsing im südlichen und östlichen Landkreis unter der Erde. Derzeit wird unter anderem ein Durchstich unter der Bahnstrecke Erding–Markt Schwaben gegraben. Die Baustelle ist weithin sichtbar.

Nun hat die Regierung von Oberbayern Grünes Licht für ein zweites Großprojekt der Energieversorgung in Südbayern gegeben – für die Gashochdruckleitung von Forchheim nach Finsing. Vom Bau sind unter anderem die Gemeinden Eitting, Oberding, Moosinning, Neuching und Finsing betroffen. Das Erdinger Land erreicht die Pipeline von Norden her aus dem Kreis Freising. Sie ist insgesamt 77 Kilometer lang. Das Rohr hat einen Durchmesser von einem Meter. Das Gas wird dabei mit einem Druck von maximal 100 bar unter der Erde strömen. Der Planfeststellungsbeschluss liegt nun vor, teilt die Regierung von Oberbayern mit.

Betreiber ist die Firma Open Grid Europe GmbH, die nach Angaben der Bezirksregierung über das größte deutsche Fernleitungsnetz mit einer Länge von insgesamt 1200 Kilometern verfügt.

„Mit der genehmigten Gashochdruckleitung soll das überregionale Gastransportsystem von Open Grid durch eine kapazitätsstarke Leitung erweitert werden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Pipeline wird durch die Landkreise Eichstätt, Kelheim, Freising und Erding führen und 17 Gemeinden berühren.

Im Jahr 2015 war die Trasse raumgeordnet worden, im Jahr darauf wurde das energiewirtschaftliche Planfeststellungsverfahren eröffnet. Zwischen Mai und Juni waren alle Unterlagen öffentlich einsehbar. 30 Behörden, die betroffenen Gebietskörperschaften, 45 Träger öffentlicher Belange und sonstige Stellen seien am Verfahren beteiligt worden, teilt die Regierung von Oberbayern mit.

210 Einwendungen wurden vorgebracht. Sie bezogen sich auf die Trassenführung insgesamt, aber auch auf Details wie Abstände zu bereits vorhandenen Leitungen sowie Eingriffe in die Natur. In der Folge wurden die Pläne in einigen Teilbereichen geändert.

Die Genehmigung und ihre Anhänge werden zwei Wochen lang in den betroffenen Städten, Märkten, Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften ausgelegt, kündigt die Regierung an. Ort und Zeit der Auslegung werden dort an Amtstafeln beziehungsweise in Amtsblättern bekannt gemacht. Alle Unterlagen können zudem auf der Internetseite der Regierung von Oberbayern unter www.regierung.oberbayern.bayern.de abgerufen werden.

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