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Die Bewerber im Bild: Spitzenkandidat Michael Suhre stellte sich, seine Mitstreiter und die Ziele der Wählergruppe Neufinsing im Schützenstüberl vor. 

Kommunalwahl 2020

Wählergruppe Neufinsing will weiter im Gemeinderat mitreden

Im Wirtshaus und in den Sozialen Medien macht die Wählergruppe Neufinsing Wahlkampf.  Herz und Sachverstand wollen Michael Suhre und seine Mitstreiter im Gemeinderat einbringen. 

Neufinsing#team85464, #HerzUndSachverstand – Unter diesen so genannten Hashtags sind derzeit viele Infos zu den Kandidaten der Wählergruppe Neufinsing in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram zu finden. Mit dieser Präsenz auf den Social-Media-Plattformen möchte die Fraktion um Spitzenkandidat und Gemeinderat Michael Suhre den Kommunalwahlkampf auf die etwas andere Art und Weise angehen. Dies wurde auch beim Informationsabend deutlich.

Die Wählergruppe kann auf eine lange Tradition zurückblicken, wie Suhre im Neufinsinger Sportheim betonte. Seit 1972 sei sie ununterbrochen im Gemeinderat vertreten gewesen. „Natürlich hoffen wir, auch in der nächsten Wahlperiode wieder tatkräftig mitwirken zu können“, so Suhre.

In Sachen Wahlkampf haben die Kandidaten noch einiges in petto. Es wird beispielsweise Flyer geben – mit QR-Codes auf der Rückseite. Werden diese mit dem Smartphone gescannt, öffnet sich die Internetseite der Wählergruppe. Darauf sind alle Infos und Ziele zu finden, die sich die Gruppierung um die Spitzenkandidaten Michael Suhre, Jürgen Lachmann und Michael Fischer-Heimisch für die kommenden Jahre gesetzt hat.

Ihnen ist klar, dass große Herausforderungen gemeistert werden müssen. Gemeint ist beispielsweise die Wohnsituation im Großraum München und der starke Siedlungsdruck. Die Thematik erfordere „eine Kommunalpolitik mit Sachlichkeit, Augenmaß und Weitsicht, um eine sinnvolle Balance zwischen Wachstum und Erhalt, Tradition und Fortschritt zu schaffen“, heißt es im Wahlprogramm.

Verwirklichen möchte die Wählergruppe zudem eine maßvolle und realistische Finanzpolitik. „Es sieht derzeit nicht mehr so rosig aus, wie es bisher war“, sagte Suhre. Auch Lachmann, aktuell ebenfalls im Gemeinderat vertreten, verwies darauf, dass es in den nächsten Jahren notwendig sein werde, Nein zu sagen und Wichtiges von weniger Dringendem zu unterscheiden: „Der Gemeinderat muss ein Team bilden. Wir haben starke Kandidaten und starke Gruppierungen. Das braucht die Gemeinde.“

Unter anderem befinden sich die Schaffung von Bauland für Einheimische, der Erhalt der kommunalen Wasserversorgung und der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs auf der Agenda der Wählergruppe Neufinsing.

In der Diskussion wurde klar, das vor allem moderates Wachstum und die Schaffung von Bauland für Einheimische eine Rolle spielen.

Für erhitzte Gemüter sorgte die Wortmeldung des Finsingers Peter Hartinger jun., der betonte, wie enttäuscht er von der Vorgehensweise von Bürgermeister Max Kressirer in Bezug auf die Sanierung der Regenwasserkanalisation in Finsing sei. An Kressirer gerichtet, der ebenfalls anwesend war, betonte Hartinger, dass er auf seine Stimme nicht mehr zählen könne. Kressirer entgegnete: „Ich bin es nicht, der in 15 Jahren abrechnen wird. Das macht sicherlich ein anderer. Aber ich werde nicht versprechen, dass keine Kosten auf die Bürger zukommen, wenn das nicht stimmt.“

Suhre sagte zu, dass die Wählergruppe weiter dafür kämpfen werde, die Kosten für die Anwohner möglichst gering zu halten und eine verträgliche Lösung zu finden. Wie mehrfach berichtet, sucht der Gemeinderat nach Wegen, die Kosten für die Anwohner niedrig zu halten. Das Landratsamt als Rechtsaufsicht hatte dazu im November aber auf Antrag Kressirers einen Beschluss des Gemeinderats gekippt. Aktuell ist ein neues Gutachten geplant. (JULIA ADAM)

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