Gebührenbescheide

Tausende falsche Wasser- und Abwasserbescheide

Finsinger, die Abwasserkunden des gemeinsamen Kommunalunternehmens VEMO in Poing sind, haben dieser Tage fehlerhafte Gebührenbescheide für 2017 im Briefkasten. Eine Software ist schuld daran, teilt das Unternehmen mit.

Poing/Finsing– Das gemeinsame Kommunalunternehmen VEMO (Ver- und Entsorgung München Ost) aus Poing hat tausende fehlerhafte Bescheide zur Gebührenabrechnung 2017 an seine Wasser- und Abwasserkunden verschickt. In dem Schreiben sind unter der Bezeichnung „Zahlungspflichtiger“ Personen und Adressen genannt, die nicht mit dem tatsächlichen Objekt in Verbindung stehen, für welches der Bescheid erstellt worden ist. „Es handelt sich um einen Zuordnungsfehler in der Programmierung der Software“, schreibt das Unternehmen in einer Stellungnahme vom Montag. Weiter: „Unverzüglich wurde nun der Fehler im Programm behoben, und es werden derzeit korrigierte Bescheide erstellt. Diese werden in Kürze übersandt. Die alten Bescheide werden damit gegenstandslos.“

Aufgrund einer „umfangreichen Softwareumstellung im Unternehmen“, so heißt es in der Pressemitteilung weiter, seien die Gebührenbescheide in diesem Jahr später verschickt worden als sonst. „Trotz intensiver Vorbereitung und interner Prüfung ist ein Zuordnungsfehler in der Programmierung der Software entstanden“, teilt Unternehmenssprecherin Susanne Strauch mit.

Die am Montag veröffentlichte Stellungnahme endet mit den Worten: „VEMO bedauert sehr, dass dieser Fehler entstanden ist. Das Unternehmen entschuldigt sich bei allen Kunden für den Fehler und die dadurch entstandene Verwirrung!“ Ob und welche Konsequenzen der Fehler auch im Hinblick auf den Datenschutz für das Unternehmen hat, konnte VEMO am Montag noch nicht beantworten. Auch nicht die Frage, ob in den verschickten Bescheiden nicht nur die Adressen falsch waren, sondern die komplette Abrechnung für die jeweiligen Objekte.

VEMO

versorgt eigenen Angaben zufolge rund 79 500 Menschen mit Trinkwasser und entsorgt das Abwasser von etwa 105 000 Einwohnern in den insgesamt 13 Mitgliedsgemeinden. Die einzige Kommune aus dem Kreis Erding ist Finsing, ansonsten gehören die Gemeinden

Anzing

,

Egmating

,

Kirchseeon

,

Oberpframmern

,

Pliening

,

Poing

,

Vaterstetten

, Zorneding (alle Kreis Ebersberg) sowie Aschheim, Feldkirchen, Grasbrunn und Kirchheim (alle Kreis München) dazu.

Armin Rösl

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