Gemeinderat Finsing

Wasserpreis steigt auf einen Euro

Finsing – Wasser wird in Teilen der Gemeinde Finsing teurer. Beim Abwasser müssen ab Januar 2017 alle Bürger tiefer in die Tasche greifen.

Um 28 Cent teurer wird in Teilen der Gemeinde Finsing das Wasser ab Januar 2017. Die Mehrheit des Gemeinderats hat sich in seiner Sitzung für diese laut Bürgermeister Max Kressirer „unumgängliche Gebührenerhöhung“ entschieden.

16 Jahre lang haben die Bewohner des Finsinger Gemeindegebiets rund 72 Cent netto pro Kubikmeter für ihr Wasser bezahlt. Ab Januar müssen einige von ihnen mit einem höheren Betrag rechnen: Betroffen von der Erhöhung sind die Bewohner von Finsing, Neufinsing und Finsinger Au.

Einen Euro soll ab 2017 der Kubikmeter Wasser netto kosten. Eine dringend notwendige Maßnahme, wie Rathauschef Kressirer in der Sitzung betonte, denn bereits im vierten Jahr in Folge herrsche eine Kostenunterdeckung der Wassergebühren. Rund 24 000 Euro im Minus sei der Betrag im vergangenen Jahr gewesen. 2014 müsse sogar von einem Defizit von 36 000 Euro gesprochen werden.

„Wir müssen einfach schauen, dass wir eine gesicherte Wasserversorgung für die Zukunft haben und dass uns nicht irgendwann etwas einholt“, erklärte Kressirer die Steigerung der Beiträge. Zudem handele es sich auch nach der Erhöhung um 28 Cent weiterhin um einen „guten Preis“. Bisher habe das Wasser in Finsing im Vergleich zu anderen Landkreisgemeinden stets zu den günstigsten gehört.

Grundgebühr: 40 bis 100 Euro pro Jahr

Mit den höheren Einnahmen will man außerdem die Sanierungsmaßnahmen, die sich die Gemeinde für die kommenden Jahre vorgenommen hat, finanzieren. So stehen einige Rohrsanierungen an, und auch der Wasserhochbehälter soll vergrößert und erneuert werden.

Neben höheren Wassergebühren müssen sich die Verbraucher auch auf weitere Kosten einstellen. Für einen gewöhnlichen Haushalt mit einem Zähler bis zu vier Kubikmeter fällt zusätzlich eine Grundgebühr von rund 40 Euro pro Jahr an. Haushalte mit einem Zähler über zehn Kubikmeter müssen rund 100 Euro bezahlen.

Die Gemeinderäte haben sich fast einstimmig für die Erhöhung entschieden. Lediglich der stellvertretende Bürgermeister Andreas Wimmer (FWF) stimmte dagegen. Er erklärte auch, warum: Wimmer fühlte sich überrumpelt von der vorliegenden Gebührenkalkulation, die lediglich einige Tage zuvor an die Ratsmitglieder verteilt worden sei. „Man braucht deutlich mehr Zeit und vielleicht eine ausführliche Vorbesprechung, bevor man uns auf einer so komplexen Grundlage entscheiden lässt“, monierte Wimmer.

Julia Adam

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