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Ein Flüchtling hat der Bundespolizei am Flughafen München eine unfassbare Geschichte aufgetischt.

Am Flughafen München

Detail in Ausweis macht Polizei bei Einreisekontrolle stutzig - die Erklärung dazu ist kurios

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Die Polizei hält am Flughafen München einen anerkannten Flüchtling mit manipuliertem Reisedokument auf, der aus seinem Verfolgerland, der Türkei, kommt. Seine Erklärung klingt kurios. 

Flughafen/Erding - Es klingt unfassbar, was ein 39-jähriger in Deutschland anerkannter Flüchtling am Dienstagnachmittag der Bundespolizei auftischte, nachdem diese ihn und seinen neunjährigen Sohn aus dem Verkehr zog. Der Mann war aus seinem Geburtsland, der Türkei, in Deutschland eingereist und im Flughafen München gelandet. Das berichtet die Bundespolizei Flughafen München. 

Bei der Einreisekontrolle musste der Mann laut Polizei seinen Reiseausweis für Flüchtlinge vorzeigen. Und der ließ die Bundesbeamten stutzig werden. Denn der 39-Jährige war genau aus dem Land eingereist, das ihn angeblich verfolgt - die Türkei. 

Anerkannte Flüchtlinge dürfen für gewöhnlich mit ihrem Reisepass nicht in das Verfolgerland einreisen

Einen Reiseausweis wie den des Mannes stellen die Behörden Menschen aus, die glaubhaft darlegen können, dass ihnen in ihrem Herkunftsland Verfolgung und/oder Folter droht. Außerdem wird auf der Rückseite eingetragen, für welche Staaten das Reisedokument ungültig ist. Dazu gehört in der Regel auch der Verfolgerstaat.

So war es der Polizei zufolge auch im Fall des 39-jährigen Flüchtlings. Als ihm der Reisepass 2018 ausgestellt wurde, war die Türkei als ungültig eingetragen worden. Doch bei der Kontrolle am Flughafen war das Kürzel für die Türkei (TUR) kaum zu erkennen, offenbar wurde es aus dem Pass radiert. Die Polizei zog den Mann daher aus dem Verkehr, er musste mit zur Wache kommen.

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Den Vermerk über das Verfolgerland soll der Sohn mit einem Kaugummi überklebt haben

Dort tischte er ihnen ebenjene unfassbare Erklärung auf. Demnach habe er mit seinem Sohn Kaugummi gekaut. Dann hätten sie sich seinen Reisepass angesehen und der Sohn habe gefragt, was das Kürzel TUR“ bedeute. Ehe er sich versehen konnte, habe das Kind seinen Kaugummi geschnappt und ihn auf die drei Buchstaben geklebt. Nach Angaben des Mannes hat er den Kaugummi sofort entfernt. Nur sei dabei das Papier beschädigt worden und vor allem das Kürzel verschwunden. 

Auch wenn die Bundespolizei die Geschichte den Angaben zufolge interessant und einfallsreich fand, wurde das Reisedokument einkassiert, der Mann wegen Veränderns von amtlichen Ausweisen angezeigt und zur Ausländerbehörde in seinem Wohnort in Augsburg geschickt. Gut möglich, dass man dort die Asylgeschichte des Flüchtlings noch einmal genauer unter die Lupe nimmt.   

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