Die Bundespolizei patrouilliert am Flughafen München.
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Die Bundespolizei patrouilliert am Flughafen München.

Bundespolizei nimmt ihn fest

Flughafen München: Intensivtäter nach über 40 Straftaten gefasst - er machte entscheidenden Fehler

  • Katharina Haase
    vonKatharina Haase
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Wegen mehr als 40 Straftaten wurde ein junger Mann gesucht, als er Anfang des Jahres plötzlich verschwand. Nun tauchte er am Flughafen München auf - wohl eher unfreiwillig.

Flughafen München – Bundespolizisten haben am Freitag, 30 April 2021, am Flughafen München einen mehrfach gesuchten Intensivtäter festgenommen. Dabei hatte dieser sich offenbar einen Plan erdacht, wie er der gerichtlichen Verfolgung in Deutschland entgehen könnte - hatte dabei aber wohl nicht alle international gültigen Abkommen bedacht.

Der Mann, der ursprünglich aus Somalia kommt, war im Mai 2017 erstmals in Deutschland angekommen. Der heute 23-Jährige beantragte Asyl. Nachdem der Asylantrag abgelehnt worden war, erhielt der damals 19-Jährige einen Duldungsbescheid und wurde in einer Asylunterkunft in Schwaben untergebracht.

Flughafen München: Straftäter begeht dutzende Delikte - dann verschwindet er aus dem Fokus der Behörden

Doch der aus Ostafrika stammende Mann geriet immer wieder in Konflikt mit dem deutschen Gesetz. Bereits kurz nach seiner Ankunft in Schwaben wurde die Polizei wegen erster Delikte auf ihn aufmerksam. Neben harmloseren Vergehen wie Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch gingen allerdings bald auch Straftaten wie Bedrohung und gefährliche Körperverletzung auf das Konto des Mannes. Obwohl er für seine Vergehen mehrfach kurzzeitig in Haftanstalten einsaß, wurde er nach seiner Entlassung stets rückfällig.

Flughafen München: Polizei fasst Intensivtäter - er wollte nach Österreich fliehen

Anfang des Jahres 2021 verschwand der junge Man plötzlich aus dem Fokus der Ermittler. Zu diesem Zeitpunkt lagen noch ein Vollstreckungshaftbefehl wegen Hausfriedensbruch, zwei Aufenthaltsermittlungen aus Schweinfurt sowie ein Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Memmingen wegen 38 verschiedener Delikte gegen den Somalier vor.

Zudem gab es eine Ausschreibung zur Einreiseverweigerung aus der Schweiz gegen den jungen Mann. Von den eidgenössischen Nachbarn offenbar nicht erwünscht, versuchte der 23-Jährige schließlich in Österreich sein Glück. Jedoch macht er den Fehler, bei seiner Einreise einen erneuten Asylantrag zu stellen. Bei Prüfung seiner Unterlagen stellten die Wiener Behörden rasch fest, dass der 23-Jährige bereits in Bayern ein Asylverfahren beantragt hatte - und schickten ihn im Zuge des Dubliner Abkommens zurück nach Deutschland. Dort wurde er von Bundespolizisten empfangen, die bei der Überprüfung der Personalien auf die ausstehenden Fahndungsnotizen aufmerksam wurden. Der 23-Jährige wurde umgehend festgenommen und in eine Landshuter Haftanstalt verbracht. kah

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