Weiter im Wartestand: Flieger am Moos-Airport.
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Weiter im Wartestand: Flieger am Moos-Airport.

Verheerende Quartalsbilanz, aber Hoffnungen auf eine bessere zweite Jahreshälfte

92 Prozent weniger Passagiere am Flughafen

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Der Flughafen steckt weiter in der Krise – rechnet aber mit einem leichten Aufschwung in den nächsten Monaten.

Flughafen – Der Münchner Flughafen steckt weiter tief in der Corona-Krise. Im ersten Quartal 2021 erreichte das Passagieraufkommen gerade einmal acht Prozent des Volumens des Vorjahreszeitraums. Anfang 2020 war der internationale Luftverkehr von der Pandemie noch unberührt gewesen.

Seit Jahresbeginn wurden am Moos-Airport gerade einmal 570 000 Passagiere gezählt, knapp sieben Millionen weniger als im ersten Quartal 2020, teilt die Flughafen München GmbH mit – ein Rückgang von 92 Prozent.

Von Januar bis März dieses Jahres zählte die FMG gerade einmal 14 000 Starts und Landungen. Ein Jahr davor waren es über 78 000 gewesen, ein Minus von 82 Prozent.

Bei der Luftfracht waren die Rückgänge nicht ganz so dramatisch, betont ein FMG-Sprecher. Mit 32 000 Tonnen wurden im ersten Quartal 2021 rund 55 Prozent weniger Waren und Güter sowie Luftpost befördert als im Vorjahr. „Die starke Zunahme des reinen Frachtverkehrs konnte die Verluste bei der Beiladefracht am Münchner Flughafen teilweise kompensieren“, so die FMG weiter.

Dennoch, die Hoffnung stirbt zuletzt: An Deutschlands zweitgrößtem Flughafen rechnet man mit einer leichten Belebung in den kommenden Monaten. So planen Lufthansa und ihre Tochter Air Dolomiti, ihr Flugangebot ab München sowohl bei den innerdeutschen als auch europäischen Verbindungen zu erhöhen, teilt die FMG mit. Im Interkontinentalverkehr will die Kranichlinie neben US-amerikanischen Zielen auch verschiedene asiatische Metropolen wieder bedienen.

United Airlines nimmt seine Verbindung nach Chicago im Mai wieder auf. „Auch die anderen Luftverkehrsgesellschaften wollen ihr Flugangebot von und nach München wieder aufstocken, sobald das Infektionsgeschehen und ein Abbau der bestehenden Reiserestriktionen dies zulassen“, so der Sprecher.

Darin sieht Flughafenchef Jost Lammers ein wichtiges Signal: „Wir hoffen, dass die weltweit voranschreitenden Impfkampagnen und international abgestimmte Teststrategien schrittweise wieder mehr grenzüberschreitenden Luftverkehr ermöglichen.“ Vor allem in der zweiten Jahreshälfte könnte sich die Lage bessern.

Hans Moritz

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