1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding
  4. Flughafen München

Aktuelle Zahlen und Pläne: Lufthansa im Höhenflug

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Davon träumt Münchens Lufthansa-Chef Thomas Klühr: Der Riesen-Airbus A 380 als regelmäßiger Gast am Moos-Airport. Foto: FMG

Flughafen - Die Lufthansa erlebt am Flughafen München eine Dynamik wie an keinem ihrer anderen Standorte.

Die größte deutsche Fluggesellschaft hat alle Hebel auf Schub gestellt. Das heißt aber auch: Die Kranich-Airline ist dringend auf Kapazitätserweiterungen im Erdinger Moos angewiesen.

Flughafen - Gleich zwei Rekorde haben die Lufthansa und ihre Star-Alliance-Partner in diesem Jahr im Terminal 2 am Münchner Flughafen aufgestellt. Thomas Klühr, Chef der Airline am Drehkreuz des Südens, berichtete in einem Pressekonferenz in München von zwei Millionen Passagieren nur im Mai. „So viel waren es noch nie innerhalb eines Monats.“ Zudem habe man einen neuen Tagespassagierrekord aufgestellt. „Es gab im Juni einen Tag mit rund 100 000 Fluggästen“, so Klühr. Für ihn, der seit 1. April, auch dem Gesamtvorstand angehört, steht fest: „Wir bewegen uns weiter konsequent auf dem Wachstumspfad.“ Für das gesamte Jahr rechnet er mit 24 bis 25 Millionen Passagieren. „Dann haben wir eigentlich einen Punkt erreicht, an dem wir sagen müssen, das Terminal 2 ist voll.“

Umso mehr setzt er auf den Satelliten auf dem Vorfeld-Ost, für den die Vorarbeiten seit kurzem laufen (wir berichteten). Für 650 Millionen Euro errichten die Flughafengesellschaft FMG und die Lufthansa bis Ende 2012 ein Abfertigungsgebäude, das laut Klühr auf elf Millionen zusätzliche Passagiere ausgelegt ist und das Andocken von 27 bis 40 Maschinen erlaubt. Der Münchner Lufthansa-Chef erklärte, der Satellit werde nicht für bestimmte Flugziele reserviert. „Wir peilen allerdings an, dass die gleichen Flüge möglichst immer das gleiche Gate haben.“ Im Inneren werde man dem Passagier den gleichen Komfort und Service anbieten wie im T 2. Klühr denkt dabei auch an Übermorgen: „Ich bin überzeugt, dass wir spätestens 2020 den Satelliten von einem Quader in ein T mit noch mehr Positionen erweitern müssen.“

Auf die stark steigende Nachfrage reagiert Lufthansa laut Klühr und Konzernsprecher Klaus Walther aber auch mit neuem Fluggerät. Bis 2017 werden laut Walther 155 Flugzeuge mit einem Gesamtwert von 15 Milliarden Euro geordert. Hinzu kommen 30 Airbus A 320 neo mit besonders umweltfreundlicher Technologie. Klühr ergänzte, dass man weiter sukzessive kleinere gegen größere Maschinen austausche. „Um das Netz noch dichter zu knüpfen, soll auch das noch so weit entfernte Lufthansa-Ziel mindestens sieben Mal pro Woche angeflogen werden. „Unsere Kunden wollen sich nicht nach unserem Flugplan richten müssen. Zudem verhindern wir so ein Umsteigen zur Konkurrenz.“ Klühr.

Größere Maschinen, mehr Ziele - 2012 soll etwa Mexiko enger an München angebunden werden - und häufigere Anflüge - das kurbelt den Jobmotor auch im Erdinger Moos an. Klühr erinnerte daran, dass man im Jahr 2004 noch 4500 Mitarbeiter gehabt habe. Heute seien es 9800. Allein in München seien es aktuell 1200 Piloten und 4500 Flugbegleiter.

Die Entscheidung des Konkurrenten Emirates, den Riesen-Airbus A 380 planmäßig MUC anfliegen zu lassen, treibt auch die Lufthanseaten um. „Kurzfristig werden wir nichts ändern. Ich könnte mir vorstellen, dass auch unsere A 380 irgendwann doch dauerhaft hierher kommen“, so Klühr. Vorstellbar sei aber auch die Stationierung der Boing 747 800, ebenfalls ein Flieger XXL.

(Hans Moritz)

Auch interessant

Kommentare