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Josie Pepper, der Flughafenroboter, war der große Besuchermagnet.
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Gratis professionelle Bewerbungsfotos konnten die Schüler am Stand der Mediengruppe Münchner Merkur/tz von sich anfertigen lassen.
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6000 Jugendliche werden an den drei Messetagen in der Winterdiensthalle am Münchner Flughafen erwartet. Zum elften Mal findet die Azubimesse Berufsfit statt. Junge Leute, die ein bis zwei Jahre vor dem Schulabschluss stehen, können sich bei 74 Ausstellern über einen erfolgreichen Start ins Berufsleben informieren.
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Eröffnet wurde die Berufsfit nach einer Talkrunde von (v. l.): Korbinian Nachtmann (FMG), Thomas Kürn (IHK), Moderator Hans Moritz (Münchner Merkur), Flughafenchef Michael Kerkloh und Theresa Fleidl (FMG/Arbeitskreis SchuleWirtschaft).

Berufsorientierungsmesse: 74 Betriebe, 150 Ausbildungsrichtungen

Duale Studien sind der Renner: Berufsfit am Flughafen ist gestartet

Auf eine Berufsorientierungsmesse gehen die meisten Schüler nur, weil sie müssen. Weil die Schule einen Ausflug dahin organisiert. So ist es auch bei der Berufsfit am Flughafen. Aber dort angekommen, realisieren viele Jugendliche ihr Glück: Solche Messen können bei der Zukunftsplanung sehr hilfreich sein. Vor allem in der heutigen Zeit, in der es nicht mehr die zwei klassischen Wege Schule oder Ausbildung gibt, sondern viel mehr Alternativen.

VON MAYLS MAJURANI

Flughafen – „Der Arbeitsmarkt hat sich stark verändert. Die Schüler haben so viele Möglichkeiten, dass sich die Betriebe oder die Schulen bei den Jugendlichen bewerben müssen“, sagte Theresa Fleidl, Vorsitzende des Arbeitskreises SchuleWirtschaft bei der Eröffnung der Berufsfit. Die Hälfte aller Schüler wüssten nicht, was sie nach der Schule machen wollen.

Da kommt die Berufsfit am Flughafen ins Spiel: 74 Betriebe, Schulen und öffentliche Einrichtungen informieren am Flughafen über 60 duale Studiengänge und 150 Ausbildungsrichtungen. Etwa 6000 Schüler werden noch bis Samstag erwartet. Die Winterdiensthalle an der Nordallee ist von 9 bis 15 Uhr geöffnet. Der Standort sei dabei sehr vorteilhaft, so Dr. Michael Kerkloh, FMG-Geschäftsführer und Schirmherr der Messe, „weil der Flughafen mit jährlich etwa 1000 neuen Stellen der größte Arbeitgeber der Region ist.“

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Mit dabei in der Talkrunde zur Eröffnung war auch Korbinian Nachtmann. Ein Paradebeispiel, dass man auch mit einer Ausbildung weit kommen kann: Der gelernte Mechatroniker holte auf der Berufsoberschule sein Fachabitur nach und studierte im Anschluss. Heute darf er sich Doktor nennen. „Ohne die praktische Ausbildung wäre die Promotion nicht möglich gewesen“, versicherte er.

Thomas Kürn von der IHK betonte den Fachkräftemangel in fast allen Branchen und die Wichtigkeit von dualen Ausbildungen: „Dadurch können die Jugendlichen praktische Erfahrungen sammeln und sie in der Schule mit theoretischen Inhalten verbinden.“ So würden Fachkräfte ausgebildet, „die Gold wert sind“. Die dualen Programme seien auch deshalb so beliebt, so Fleidl, weil die Schüler sich nicht mehr zwischen Theorie und Praxis entscheiden müssten. „Sie können beides machen.“

Der Königsweg ist heutzutage offenbar für jedes Individuum ein anderer. Kürn versicherte: „Wir brauchen weiterhin klassische Auszubildende und auch akademische Absolventen.“ Wichtig sei dabei, dass die Jugendlichen ihren eigenen Weg finden.

Dem stimmte Kerkloh zu. Die klassische Ausbildung sei mindestens genauso wichtig, wie die Alternativen. Handwerker seien Mangelware. „Weiterbildungen sind später immer möglich.“ Diese Message rundete Nachtmann mit einem Zitat des Kabarettisten Martin Frank ab: „Ein gelernter Maschinenbauingenieur kann einen Rasenmäher zeichnen, aber er kann ihn nicht reparieren.“

Beim Messerundgang unterstrich Fleidl das vielfältige Angebot: „Wir haben für Abgänger aller Schularten etwas. Und wir haben auch in jede Richtung etwas, egal ob schulisch oder praktisch.“

Interessant für Abgänger aller Schularten war der Stand der Technischen Universität München (TUM). Dort hält Monika Partsch vom Ausbildungszentrum Informationen zu über 50 Ausbildungsrichtungen parat. Eine davon: die Ausbildung zum Fischwirt. Dafür ist sogar Fischwirtschaftsmeister Nico Geveke vor Ort, „um die Ausbildung bekannt zu machen. Viele wissen gar nicht, dass es so einen Beruf gibt.“ Deshalb sei es sehr wichtig, bei solchen Messen präsent zu sein. Ob sich Azubis auf der Messe rekrutieren lassen, bleibe abzuwarten. Konkret für diese Lehre wirbt die TUM bei der Berufsfit das erste Mal.

Ganz anders das Bildungszentrum am Erdinger Krankenhaus: „Es kam in den letzten Jahren durchaus vor, dass sich Schüler hier auf der Messe schlaugemacht und dann eine Ausbildung bei uns angefangen haben“, freuen sich Pflegepädagogin Juliane Hofer und Lehrerin Mandy Heinrich-Pötz.

Bei der Polizei geht es dabei eher um Aufklärung, und nicht um Werbung. Richard Härtter, Einstellungsberater für Erding, Freising und Ebersberg erklärt: „Wir haben viel mehr Bewerber als Stellen. Deshalb wollen wir die Jugendlichen hier gut informieren.“ Polizist zu sein biete viele Vorteile, „aber auch sehr viele Nachteile. Das ist ein harter Job, für den nicht jeder geeignet ist.“

Doch für alle, die nicht für den Job als Polizist geeignet sind, gibt es jede Menge weiterer Berufsfelder, über die man sich bei der Berufsfit einen ersten Einblick verschaffen kann. Inhaltlich am qualitativsten seien die Gespräche mit den Schülern übrigens, wenn die Eltern dabei sind, bestätigten die meisten Aussteller schmunzelnd.

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