Über eigene eGates gelangen registrierte Vielflieger per Gesichtserkennung kontaktlos bis in Flugzeug. Foto: Star Alliance

Gemeinsames Projekt der Flughäfen München und Frankfurt sowie der Lufthansa Group

Biometrische Gesichtserkennung am Flughafen

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Ohne Papiere durch Sicherheitskontrolle und Check-In - am Münchner Flughafen ist das jetzt möglich. Dort gibt es nun die biometrische Gesichtserkennung.

Flughafen – „Vermeiden Sie alle nicht unbedingt notwendigen Kontakte!“ Diesen Rat gibt Kanzlerin Angela Merkel den Deutschen im zweiten Corona-Lockdown. Es könnte aber auch der Leitspruch einer neuen Technologie sein, die die Lufthansa Group sowie die Flughäfen München und Frankfurt nun eingeführt haben – „Star Alliance Biometrics“.

Dahinter verbirgt sich ein System, das auf Gesichtserkennung setzt und es Passagieren ermöglicht, kontaktlos Sicherheitskontrolle und Boarding zu durchlaufen. Später könnte die Technik auch bei der Gepäckausgabe und dem Zugang zu den Lounges angewendet werden. In den Genuss kommen vorerst nur Vielflieger von Lufthansa und ihrer Tochter Swiss.

Die Anmeldung erfolgt über die App der Kranich-Linie. Nach dem Einloggen kann die Registrierung durch Auswahl von Star Alliance Biometrics gestartet werden. Diese besteht aus vier einfachen Schritten – Geheimzahl und Sicherheitsfragen festlegen, Selfie aufnehmen, Reisepass scannen und Einverständniserklärung abgeben, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung von Lufthansa, FMG und Fraport.

Gespeichert werden die Vielfliegernummer, bis zu fünf Bilder des Passagiers, das Ablaufdatum des Passes, die PIN und Sicherheitsfragen, nicht aber der Name, versichern die Verantwortlichen. Die Daten werden in einer Cloud gespeichert, die den Datenschutzgesetzen der EU entspricht. Fluggesellschaft und -häfen haben keinen Zugang zu den biometrischen Profildaten. Und: Jeder Passagier hat jederzeit die Möglichkeit, sein Profil zu löschen –ebenfalls über die App.

Um die Abfertigung zu beschleunigen, gibt es eigene, so genannte eGates, die speziell gekennzeichnet sind. Man muss für die Gesichtserkennung nicht mal den derzeit vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz abnehmen. Und sollte Star Alliance Biometrics tatsächlich einmal nicht anspringen, kommt der Passagier mit seiner Bordkarte dennoch weiter.

Achtung: Auch die registrierten Vielflieger brauchen Pass oder Personalausweis. Denn die biometrische Identifikation ersetzt nicht die Ausweiskontrolle durch die Bundespolizei.  ham

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