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Katja Suding, stellv. Bundesvorsitzende der FDP, hat sich via Twitter mit einer Notärztin des Flughafens München angelegt.

Schlagabtausch mit Katja Suding

„Wenn Sie tot sind“ - Notärztin am Flughafen München legt sich mit FDP-Spitzenpolitikerin an

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Katja Suding, stellvertretende FDP-Vorsitzende, hat ihre Gedanken zur Corona-Krise auf Twitter geteilt. Eine Notärztin des Flughafens München reagierte heftig.

  • Katja Suding, stellvertretende FDP-Vorsitzende, hat getwittert.
  • In ihrem letzten Post äußert sie sich über ihre persönlichen Gedanken bezüglich der Corona-Krise.
  • Mit der heftigen Reaktion einer Notärztin des Flughafens München hatte sie aber sicher nicht gerechnet.

Flughafen München - Katja Suding, die stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, hat ihre ganz eigenen Gedanken zur Corona-Krise. Dass man damit als Person des öffentlichen Lebens nicht einfach so hausieren gehen sollte - zumindest nicht - ohne mit Gegenwind zu rechnen, dürfte die 44-Jährige nun ganz schnell gemerkt haben.

Corona-Krise: Katja Suding (FDP) stellt auf Twitter Lockdown in Frage

So postete die Vorsitzende der FDP-Hamburg auf Twitter die provokant klingende Frage: „Ich starte nachdenklich in die Woche: Was ist das Leben wert, wenn wir uns die Freiheit zu leben nehmen lassen?“

Damit bezog sich die 44-Jährige auf die derzeit in ganz Deutschland herrschenden Ausgangsbeschränkungen sowie die zuvor getroffenen Maßnahmen wie Schließungen von Einzelhandel und Gastronomie, dem Aussetzen von Konzerten, Sportevents, Schulschließungen und sämtliche weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Lesen Sie dazu: Die Corona-Krise trifft auch den Flughafen München hart. Etwa 90 Prozent des Betriebs wurden eingestellt. Nun kann man sogar die Vögel zwitschern hören.

Flughafen München: Notärztin wütend über Sudings Corona-Post

In kurzer Zeit sammelten sich über 2600 Kommentare unter dem Post der Politikerin. Einer davon: Die Antwort von Dr. Eva Maria Strobl. Die Allgemeinärztin, die jahrelang hauptberuflich als Notfallmedizinerin tätig war, betreibt seit 2016 ihre eigene Praxis für ästhetische Chirurgie. Nebenbei ist sie jedoch weiterhin als Notfallmedizinerin am Flughafen München tätig, wo das Thema Corona nicht zuletzt wegen des Reiseverkehrs und der im Erdinger Moos ansässigen Task Force noch einmal deutlich präsenter ist.

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Notärztin vom Flughafen München reagiert scharf auf Corona-Tweet der FDP

Wie viele andere auch scheint Strobl der Meinung, dem Allgemeinwohl zuliebe, müsse man eben derzeit mal auf einigen privaten Spaß verzichten. So lautete ihre Antwort auf Sudings Post: „Hier die gute Nachricht: Wenn Sie tot sind, plagen Sie derlei Gedanken nicht mehr.“

Mit dieser barschen Antwort dürfte Suding wohl nicht gerechnet haben. Viele User feiern Strobl für ihre deutliche Ansage an Suding, posten einen Daumen nach oben und loben die Deutlichkeit, in der die Ärztin mit harscher Wortwahl die Wichtigkeit der derzeit herrschenden Maßnahmen verdeutlicht.

Im Video: Bayerischer Ministerpräsident Söder verlängert Ausgangsbeschränkungen

FDP-Politikerin verteidigt Corona-Post: Flughafen-Ärztin wählte drastische Worte

Suding selbst fühlt sich hingegen in ihrem Post offenbar missverstanden. In einem Interview mit dem Tagesspiegel sagt sie kurz nach dem Tweet: „Menschenleben kann man keinesfalls gegen wirtschaftliche Freiheiten aufwiegen. Aber wenn die Wirtschaft zusammenbricht, können wir auch die Menschen nicht mehr versorgen.“ Ihr gehe es nicht um Shopping oder einen Friseur-Besuch sondern um die drastischen wirtschaftlichen Folgen, die der, nun bis mindestens 20. April verlängerte Lockdown in Deutschland mit sich bringen werde. Was Suding zu der Antwort Strobls denkt, ließ die FDP-Politikerin offen.

Auch interessant zur Corona-Krise: Hier finden Sie unseren Wegweiser zur Berichterstattung und die Corona-News aus Deutschland*. Außerdem finden Sie hier aktuelle Fallzahlen in Deutschland als Karte. Derzeit gibt es die folgenden Empfehlungen zu Corona-Schutzmaßnahmen*.

Alle weiteren Infos rund um das Thema Coronavirus finden Sie zudem in unserem Bayern-Ticker sowie in unserem Deutschland-Ticker.

Nun reagiert der der Münchner Flughafen auf die Corona-Krise und hat sich zu einem drastischen Schritt für tausende Mitarbeiter entschieden. 

Die Ausgangsbeschränkung wurde verlängert und Restaurants, Einzelhändler und Dienstleister müssen weiter ihre Läden geschlossen halten. Nun sind viele in Zeiten der Corona-Krise kreativ geworden und bieten Abholung- oder Lieferservice an. Auf der interaktiven Landkarte finden Sie alle Anbieter in Ihrer Region. Aber nicht nur lokale Betriebe brauchen Unterstützung. Viele Menschen sind in Zeiten der Corona-Krise auf Hilfe angewiesen und viele wollen auch helfen. Auf dieser Nachbarschafts-Karte finden Bedürftige und Helfer zusammen

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Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ist beliebt wie noch nie. Sein Krisen-Management während der Corona-Krise scheint den Menschen zu gefallen. Jetzt gab es saftige Kritik.

Der Auftrag kam von höchster Stelle: Markus Söder forderte die Flughafen München Gesellschaft auf, die Märkte nach wichtigen Gütern in Zeiten des Coronavirus* zu durchforsten.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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