Flugzeuge der Lufthansa am Flughafen München
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Aus der Parkposition wird Lufthansa im Juni weitere Maschinen zurückholen. Der Flugplan wächst mit den Lockerungen in der Coronakrise. Dann werden auch wieder Fernziele angeflogen.

Es geht wieder los

Flughafen München: Ab Juni spürbar mehr Flugverkehr – Hygienemaßnahmen in den Terminals

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Am Flughafen München stehen nach dem Corona-Lockdown alle Zeichen auf Neustart. Verschiedene Maßnahmen sollen diesen schnell möglich machen. Die Lufthansa verkündet einen neuen Flugplan schon ab Juni.

  • Die Coronavirus-Krise hat den Flughafen München schwer getroffen.
  • Nun bereitet sich der Münchner Airport auf den Neustart vor.
  • Lufthansa fährt seinen Flugbetrieb von München bereits ab 2. Juni wieder deutlich hoch. Auch interkontinentale Ziele sind dabei.

Flughafen München - Am Münchner Flughafen hören die Verantwortlichen der Politik in diesen Tagen genau zu. Denn jede jetzt verkündete Lockerung bedeutet für die Luftfahrt eine langsame Rückkehr aus dem Stillstand. Wohl noch nicht zu Pfingsten, vermutlich aber im Sommer könnten erste Urlaube im Ausland wieder möglich sein. 

Und viele Menschen, die seit März zu Hause ausharrten, werden das Flugzeug nutzen. Deswegen bereiten sich der FMG-Konzern und die Airlines immer konkreter auf die Wiederaufnahme des Flugbetriebs vor – freilich immer noch in sehr bescheidenem Ausmaß. FMG-Sprecher Ingo Anspach stellt klar: „Am Münchner Airport wird auch weiterhin ein sicheres Reisen möglich sein.“ Erste Maßnahmen zum Wiederhochfahren greifen bereits. Anspach berichtet von einem „umfangreichen Maßnahmenpaket zum Infektionsschutz“.

Lesen Sie dazu: Nach dem Abflachen der Corona-Pandemie steht der Flughafen München nun vor dem Neustart. Doch trotz Beginn der Pfingstferien herrscht nach wie vor gähnende Leere.

Coronavirus am Flughafen München: Breite Aufklärungskampagne am MUC-Airport

Mithilfe von regelmäßigen Durchsagen, Plakaten, Videoscreens und verstärkter Personalpräsenz in den Terminals würden Reisende über Verhaltensregeln informiert. „In allen Bereichen des Airports, in denen sich Fluggäste aufhalten, werden die Reinigungsintervalle erhöht und Oberflächen desinfiziert. Darüber hinaus werden für die Fluggäste Spender mit Handdesinfektionsmitteln bereitgestellt“, verspricht Anspach.

Bereits seit Montag (18. Mai) müssen Passagiere, Besucher, Abholer und Mitarbeiter Mundnasenschutz tragen. „Die behördlich angeordnete Masken-Tragepflicht gilt in allen Abfertigungsgebäuden des Flughafens, also in den Bereichen A bis E von Terminal 1, dem Zentralbereich Z, dem Bereich F sowie dem gesamten Terminal 2b und dem dazugehörigen Satellitengebäude“, teilt die FMG mit.

Am Check-in, an der Sicherheitskontrolle und in anderen Bereichen, in denen sich Passagiere stauen könnten, sorgen nun Wegeführungen durch Linings sowie Bodenmarkierungen dafür, dass der Mindestabstand zwischen den Fluggästen eingehalten wird. Dort, wo Passagiere und Mitarbeiter in direktem Kontakt stehen, wurden zusätzlich Plexiglasscheiben installiert.

Corona am Flughafen München: Schutzmasken-Automaten - Online Check-in soll forciert werden

„Um Schlangenbildungen zu vermeiden, legen wir allen Passagieren nahe, nach Möglichkeit online einzuchecken“, so Anspach. Einen neuen Service für Passagiere gibt es im Terminal 2: Dort können an sechs Automaten – vier davon vor der Sicherheitskontrolle und zwei im Gate-Bereich – Schutzmasken, Desinfektionstücher und andere Hygieneartikel erworben werden.

„Wir gehen davon aus, dass im Zuge der Lockerungen der Corona-Beschränkungen die Nachfrage nach Flugreisen steigt und das Angebot der Airlines wieder wächst. Dabei ist unser Anspruch, den Passagieren und Mitarbeitern größte Sicherheit und den Reisenden gleichzeitig den gewohnt hohen Servicestandard zu bieten“, erklärt Flughafenschef Jost Lammers. Das Terminal 1 sowie der Satellit des Terminals 2 bleiben aber vorerst außer Betrieb.

Corona-Lockerungen am Flughafen München: Lufthansa ist startbereit

Auch die Lufthansa steht Gewehr bei Fuß. Sprecherin Bettina Rittberger kündigt einen neuen, dichteren Flugplan ab Juni an. Über 1800 wöchentliche Verbindungen sollen es bis Ende Juni sein. Darunter sind 106 Ziele in Deutschland und Europa sowie 20 Langstrecken-Destinationen, so Rittberger. Bedient würden sich von Lufthansa sowie den Konzerntöchtern Eurowings und Swiss.

Für das Drehkreuz im Erdinger Moos heißt das: Der bestehende, vor allem innerdeutsche Notflugplan wird ausgeweitet. Wieder angeflogen werden ab 1. Juni Brüssel, Wien, Zürich und Münster/Osnabrück. Ab 6. Juni geht es auch wieder nach Palma de Mallorca.

Weiter teilt die Lufthansa-Sprecherin mit, dass ab Juni wieder erste Langstreckenziele ab München angeflogen würden, darunter Chicago (ab 2. Juni) und Los Angeles (ab 3. Juni). Die Kranich-Airline will dreimal wöchentlich einen Airbus A350-900 einsetzen. Am selben Tag soll auch Tel Aviv/Israel wieder angebunden werden – mit einem Airbus A 319.

Lufthansa vor Neustart am Flughafen München - Neue Ziele im Angebot

Zuletzt waren neben Düsseldorf, Hamburg und Berlin auch Bremen, Hannover, Rostock/Lage und die Insel Sylt angeflogen worden.

„Mit dem Juni-Flugplan leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Wiederhochfahren der Luftverkehrsinfrastruktur. Sie ist ein wesentlicher Teil der deutschen und europäischen Wirtschaftskraft. Menschen wollen und können wieder reisen, ob in den Urlaub oder aus geschäftlichen Gründen“, erklärt Lufthansa-Vorständler Harry Hohmeister.

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