Royal Baby Nummer 3 ist da! Herzogin Kate und Kind wohlauf

Royal Baby Nummer 3 ist da! Herzogin Kate und Kind wohlauf
+
Der Tatort: In diesem Haus in Bad Langensalza (Thüringen) fiel der Schuss.

Ermittlungen laufen

Waffe von Flughafen-Polizist tötet Frau

  • schließen

Mit der Pistole eines am Flughafen München stationierten Bundespolizisten ist in Thüringen eine Frau erschossen worden. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

Flughafen/Bad Langensalza - Über 1000 Bundespolizisten arbeiten am Münchner Flughafen. Sie kommen aus ganz Deutschland. Unter ihnen ist auch ein 22-Jähriger, der in Thüringen zu Hause ist. Vorige Woche war der Beamte zu Hause – und hatte seine Dienstwaffe dabei.

In der Nacht auf Freitag kam es zu einem tödlichen Drama, das die Staatsanwaltschaft Mühlhausen als Unfall wertet. Dirk Germeroth, Sprecher der Staatsanwaltschaft in Mühlhausen sagte auf Anfrage des Erdinger/Dorfener Anzeiger, dass sich der Beamte mit seinem ebenfalls 22 Jahre alten Freund sowie dessen Lebensgefährtin (34) in der Wohnung des Paares in Bad Langensalza (Unstrut-Hainich-Kreis) aufgehalten habe.

Offensichtlich sprachen die beiden Männer dem Alkohol erheblich zu. Der Lebensgefährte soll Medienberichten zufolge 1,8 Promille intus gehabt haben, der junge Polizist 2,4 Promille. Das wollte Germeroth nicht bestätigen, er sprach von einer „erheblichen Alkoholisierung“.

Offensichtlich hantierte der Freund mit der Waffe des Polizisten. Mitten in der Nacht löste sich ein Schuss und traf die Frau. Sie verstarb noch in der Wohnung. Die beiden Männer alarmierten Polizei und Rettungsdienst.

Zum Ergebnis der Obduktion teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass sich der Verdacht erhärtet habe, dass es sich um einen tragischen Unfall gehandelt hat. Deswegen sei auch kein Haftbefehl gegen die Männer erlassen worden. „Wir ermitteln nun wegen fahrlässiger Tötung.“

Christian Köglmeier, Sprecher der Bundespolizei am Flughafen, sagte nur: „Wir können bestätigen, dass es einer unserer Beamten war.“

Darf ein Polizist seine Waffe einfach mit nach Hause nehmen? Diese Frage konnten weder das Bundesinnenministerium noch das Bundespolizeipräsidiums in Potsdam binnen eines Tages beantworten. Nach Informationen unserer Zeitung dürfen Polizeibeamte ihre Waffe immer am Mann tragen – auch privat. Allerdings müssen sie dafür Sorge tragen, dass die Pistole sicher gelagert ist, wenn sie nicht am Mann ist, das heißt in einem zugelassenen Waffenschrank. Einsetzen darf er die Waffe nur im Dienst – und nur bei einer lebensbedrohlichen Lage. Das heißt im Umkehrschluss: Alkohol ist tabu. Deswegen wird auch dienstrechtlich gegen den Bundespolizisten ermittelt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Eine Chronik über Wifling und seine Leute
Der kleine Wörther Gemeindeteil Wifling hat eine eigene Homepage. Darauf findet sich nicht nur allerlei Historisches, sondern auch aktuelle Termine – rund ums laufende …
Eine Chronik über Wifling und seine Leute
Neblich und Drehsen ziehen sich aus Vorstand zurück
Auf eigenen Wunsch wurde der Vorstand des Kinderschutzbundes Wartenberg verabschiedet. 
Neblich und Drehsen ziehen sich aus Vorstand zurück
Wenn das Nudelholz zur Waffe wird
Eine Äthiopierin (26) greift Asylhelferin und Somalier an. Dafür gibt es sieben Monate Haft auf Bewährung.
Wenn das Nudelholz zur Waffe wird
Flächenfraß im Landkreis
Flächenfraß im Landkreis

Kommentare