Dritte Startbahn: Aufklärungsarbeit von Genossen für Genossen

Freising - Der SPD-Kreisverband lässt im Kampf gegen die dritte Startbahn nicht locker. Bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag listete Kreisvorsitzender Peter Warlimont nicht nur die zahlreichen Aktivitäten und Gespräche auf, die man in den vergangenen Wochen und Monaten mit Genossen aus München und Bayern geführt habe.

Warlimont legte auch als einen Arbeitsschwerpunkt des Jahres 2012 weitere Überzeugungsarbeit bei SPD’lern fest. Ziel sei es, vor und bei dem Sonderparteitag „mit großer Leidenschaft“ für eine Bestätigung des Landesparteitagsbeschlusses von 2009 gegen die Startbahn zu kämpfen. Und: „Ich bin zuversichtlich, dass sich die Dinge in diese Richtung entwickeln werden“, sagte Warlimont vor rund 40 Genossen.

Das alles sei „keinesfalls Zweckoptimismus“. Denn: Auch (oder vielleicht sogar erst recht) nach der Aussage von Christian Ude, er knüpfe seine Kandidatur für die Landtagswahl 2013 an ein Pro der Partei für die Startbahn, stünden diverse Landtagsabgeordnete auf der Seite des Freisinger und Erdinger Kreisverbandes. Jeweils „intensive“ Gespräche im Oktober und November mit dem Parteivorsitzenden Florian Pronold, Generalsekretärin Natascha Kohnen und Ude selbst hätten ihn optimistisch gestimmt, dass es beim Landesparteitag Anfang 2012 eine „faire und freie Abstimmung“ geben werde. Jetzt plane man, die Münchner SPD-Stadträte („der Teil der SPD, der am unbeweglichsten ist“) nach Attaching einzuladen, damit sie sich vor Ort ein Bild von den Auswirkungen der Startbahn machen könnten. Zudem werde man im Vorfeld des Parteitags Münchner Orts- und diverse Kreisverbände „informieren und mobilisieren“.

Die Startbahn war auch zentrales Thema des Grußwortes von Freisings OB-Kandidatin Eva Bönig. Auch wenn die Äußerungen Udes „ein dickes Ei“ gewesen seien, sei sie doch so selbstbewusst zu sagen: „Hier in Freising kandidiert nicht Ude, sondern hier kandidiere ich.“ Sie scheue sich auch nicht, mit dem Münchner OB „zusammenzurumpeln“. Und weiter: „Wir sind SPD’ler, wir bohren weiter, wir geben nicht auf.“

Bevor Bundestagsabgeordneter und SPD-Bezirkschef Ewald Schurer für das SPD-Modell einer „Bürgerversicherung“ die Werbetrommel rührte und den FDP-Gesundheitsminister Daniel Bahr als „neoliberal versifft“ kritisierte, erfuhren die Genossen von Kassier Martin Bengler, dass man 2010 ein Plus von 4100 Euro eingefahren habe. Geld, das man für die Kommunalwahl 2014 brauchen kann.

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