Dritte Startbahn: Seehofer will sich erneut nicht festlegen

Flughafen - Horst Seehofer hat sich wieder einmal zum Ausbau des Münchner Flughafens geäußert. Festlegen wollte er sich einmal mehr aber nicht.

Als Ministerpräsident Horst Seehofer vor einem Jahr ankündigte, die Pläne für die dritte Start- und Landebahn kritisch zu hinterfragen, flammte bei den Gegnern des Airport-Ausbaus Hoffnung auf. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd wollte sich der Regierungschef nun aber weiter nicht festlegen. Auf die Demonstrationen gegen Stuttgart 21 angesprochen, sagte der CSU-Vorsitzende, Transparenz und Dialog in einem Genehmigungsverfahren seien zwar wichtig, demokratische Spielregeln müssten aber dennoch eingehalten werden. Parlaments- und Gerichtsentscheidungen könnten nicht einfach umgestoßen werden. Übertragen auf die dritte Startbahn heißt das für Seehofer: „Ich weiß, dass der Ausbau in der Region auf Einwände stößt.“ Seine Gesprächsbereitschaft mit den Gegnern sei „ernst gemeint“. Dabei dürfe nicht übersehen werden, dass der Flughafen ein Wachstums- und Beschäftigungsmotor sei. Über eine Umkehr denke er derzeit nicht nach. „Das Verfahren muss jetzt unter Berücksichtigung aller Einwände sauber zu Ende gebracht werden.“

(ham/dapd)

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