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Lufthansa rüstet einen Airbus A350 aus seiner Münchner Flotte zu einem Forschungsflieger um. Er soll unter anderem Klimadaten sammeln.

Lufthansa rüstet Airbus A350 um

Ein Flugzeug als Klimaforscher

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Lufthansa geht unter die Klima- und Wetterforscher - mit einem eigens dafür umgerüsteten Airbus aus der Münchner A350-Flotte.

Flughafen – Die internationale Luftfahrt liefert bei ihren Flügen rund um den Globus den Wetterdiensten wichtige Daten. Lufthansa verstärkt nun ihre Dienste für die Wissenschaft und baut einen Airbus A 350, die „Erfurt“ (Foto: Lufthansa), zu einem Klimaforschungsflieger um. Künftig soll er über den Wolken emsig Daten sammeln, kündigt Konzernsprecherin Bettina Rittberger an – und von München aus starten.

Im Hangar von Lufthansa Technik auf Malta erfolgten die ersten und umfassendsten Umbaumaßnahmen. Am unteren Flugzeugrumpf wurden die Vorbereitungen für die Installation des Luft-Einlasssystems getroffen. Danach folgt eine Reihe von Testflügen, an deren Ende die Zertifizierung eines rund 1,6 Tonnen schweren Klimaforschungslabors, des so genannten CARIBIC-Messcontainers, steht. Die Abkürzung steht dabei für „Civil aircraft for the regular investigation of the atmosphere based on an instrument container”. Das Projekt ist Teil eines umfassenden europäischen Forschungskonsortiums.

Voraussichtlich Ende dieses Jahres hebt die „Erfurt“ dann ab München zu ihrem ersten Flug im Dienst der Klimaforschung ab und misst in der Tropopausenregion – in neun bis zwölf Kilometern Flughöhe – rund 100 verschiedene Spurengase, Aerosol- und Wolkenparameter. Dem Projekt ist eine vierjährige Planungs- und Entwicklungsphase vorausgegangen.  ham

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