1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding
  4. Flughafen München

Bei Madame Tussauds in Berlin geimpft? Teenager nach Landung in Erklärungsnot

Erstellt:

Kommentare

Bei der Kontrolle
Bundespolizisten haben die Familie kontrolliert. © Polizei

Und wieder Reisende mit gefälschten Impfnachweisen: Diesmal handelte es sich um eine vierköpfige Familie, die aus Istanbul am Flughafen im Moos gelandet war.

Flughafen - Am Dienstagnachmittag kontrollierten Bundespolizisten einen Flug aus Istanbul. Als die Grenzpolizisten einem 17-Jährigen die mittlerweile üblichen Fragen nach den Nachweisen hinsichtlich des Pandemieschutzes stellten, zögerte dieser auch nicht lange und zeigte den Beamten sein Impfbuch. Darin befanden sich zwei Biontech-Sticker mit Stempeln und Unterschriften eines Impfzentrums in Berlin. „Auf den ersten Blick alles in Ordnung“, heißt es im Pressebericht. „Auf den zweiten allerdings ganz und gar nicht.“

(Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Freising-Newsletter.)

Als die Bundespolizisten die Sticker online überprüften, blieb das Ergebnis aus. Nachdem ein Beamter den jungen Mann daraufhin fragte, wo er sich denn genau den Pieks abgeholt habe, wurde dieser nervös und stotterte, er habe sich „bei Madame Tussauds“ impfen lassen. Diese Antwort hat selbst die erfahrenen Bundespolizisten schmunzeln lassen – sie aber von weiteren Recherchen nicht abgehalten. „Ein Anruf und die folgende E-Mail an die Berliner Gesundheitsbehörden brachten nicht das von dem Reisenden wohl erhoffte Ergebnis“, so die Polizei. Dort war der 17-Jährige unbekannt, im Registrierungssystem nicht zu finden.

Am Negativ-Test der Mutter gab es nichts zu kritisieren

Nun sprang ihm ein Mann zur Seite, gab sich als dessen Vater zu erkennen und fragte die Polizisten, was denn das Problem sei. Diese wiederum setzten den 49-Jährigen kurz in Kenntnis und baten ihn um Nachweis und entsprechende Auskunft. Er erklärte, er, sein Sohn und seine ebenso mitreisende Tochter (19) seien im Impfzentrum Berlin-Tegel geimpft worden. Die Mutter wiederum habe sich aufgrund von gesundheitlichen Problemen nicht impfen lassen und daher ein Zertifikat über einen negativen Corona-Test bei sich.

Drei erhielten Anzeigen wegen Urkundenfälschung

Dieses war nach Polizeiangaben tatsächlich auch nicht zu beanstanden. Vater und Tochter allerdings sollten das Schicksal des 17-Jährigen teilen, waren online nirgendwo registriert. Also hieß es für die drei Verdächtigen, die Bundespolizisten zur Wache zu begleiten, wo sie immer ungehaltener wurden. Die vermutlichen Impfbetrüger erhielten Anzeigen wegen Urkundenfälschung.

ft

Auch interessant

Kommentare