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Parkt seit Monaten am Münchner Flughafen: Absperrung an russischem Airbus – Rätsel um Eigentümer

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Von: Hans Moritz

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Stillgelegt: Dieser Airbus der russischen Fluggesellschaft Aeroflot wird nur noch auf den Vorfeldern bewegt. Er ist vom Flugverbot nach Russland betroffen. Zur Zeit liegt er vor dem Terminal 2-Satelliten im Dornröschenschlaf. © Hans Moritz

Aero-lahm statt Aero-flott: In der bald 31-jährigen Geschichte des Münchner Flughafens dürfte noch keine Maschine so lange auf der Parkposition gestanden sein wie der silberblaue Airbus A 320. 

Flughafen München - Die Lackierung des Leitwerks verrät: Es ist eine Maschine der russischen Airline Aeroflot. Wegen der Flugverbotszonen über dem Land und der Ukraine kommt der Flieger nicht mehr heim. Gelandet war er am 27. Februar, drei Tage nach Beginn des Überfalls der Russen auf die Ukraine und kurz nach dem Erlass des Flugverbots.

Doch die (Park-)Uhr läuft: Gut 70.000 Euro Gebühren sind seither aufgelaufen, berichtet Flughafensprecher Edgar Enger auf Anfrage. Pro Tag fallen 324 Euro an.

Flughafen München: Russischer Airbus monatelang nicht bewegt - er gehört einer Leasinggesellschaft

Immer mal wieder wurde der Airbus bewegt, zunächst stand er am Frachtterminal an der Südbahn. Aktuell parkt er auf dem Vorfeld Ost am Terminal-2-Satelliten. „Wir verlegen die Maschine, wenn wir den Stellplatz benötigen“, erklärt Engert. Der Airbus ist von einer Absperrung umgeben – ein Zeichen, dass der Russenflieger nicht so schnell wieder abhebt.

Der Jet, der neu zwischen 80 und 120 Millionen US-Dollar kostet, gehört gar nicht den Russen, sondern einer Leasinggesellschaft. Der Kennung zufolge hat die ihren Sitz auf den Bermudas.

Hohe Parkgebühren für Russenflieger: Flughafen-Sprecher nimmt Stellung

Sie wäre es als einzige, die den A 320 abholen könnte, Aeroflot ist es verboten. „Er muss natürlich erst ausgelöst werden“, stellt Engert klar. Doch bislang habe sich der Eigentümer noch nicht mal beim Flughafen gemeldet. Vor dem Start müsste der Flieger erst mal richtig durchgecheckt werden. (ham)

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