Stolz auf den neuen FMG-Mitarbeiter Yücel Cesur (4. v. r.): Gerd Auchter, Raphael Steinberger, Dieter Höfner, Stefan Diesenbacher, Thomas Philippi, Annette Martin, Friedrich Dobmeyer, Philip Schoeller sowie Karin Weber (Agentur für Arbeit, v. l.) . Foto: fmg

Festanstellung für den Fröbelschüler

Freising - Vom Schnupperpraktikanten zum fest angestellten Mitarbeiter - diesen Sprung hat Yücel Cesur geschafft. Darüber jubelt neben dem 20-Jährigen auch die Fröbelschule in Freising.

Seit zwei Jahren betreut Annette Martin von der Lebenshilfe Freising ein ehrgeiziges Projekt. Dreimal jährlich absolvieren Schüler des privaten Förderzentrums mit Schwerpunkt geistige Entwicklung Blockpraktika, um Ausbildungsanteile in die Berufsschulstufe der Lebenshilfe einzubinden. „Mit der Flughafen München GmbH haben wir einen geeigneten Partner gefunden“, erklärt Martin, „denn sie erfüllt mit ihrer Infrastruktur und den vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten viele Rahmenbedingungen, die man für ein solches Projekt braucht.“ Ein weiterer Wunschtraum ist für sie immer eine Festanstellung ihrer Schützlinge gewesen.

Das ist nun Yücel Cesur gelungen. Der 20-Jährige arbeitet seit drei Wochen im Bereich Fahrzeugpflege der FMG, die er sich offensichtlich mit guter Leistung verdient hat. „Die Zusammenarbeit mit Herrn Cesur ist einwandfrei“, sagt sein Ausbilder Thomas Philippi von der Gerätepflege der FMG. „Kleinigkeiten wie Fahrzeugaußenwäsche kann er bereits ganz alleine machen. Manchmal muss man ihn noch auf ein paar Dinge hinweisen, aber er macht seine Arbeit sehr gut.“ „Die Arbeit bereitet mir sehr viel Spaß“, erzählt Cesur, „auch die Kollegen sind alle sehr nett, wir kommen gut miteinander aus.“ Ein Arbeitstag dauert bei ihm acht Stunden: „Meistens arbeite ich von 6 bis 14 Uhr, dann ist Schichtwechsel.“ Cesur will den Job noch „so lange wie möglich machen“.

Dass es ihm hier gefällt, bemerkte auch Karin Weber von der Agentur für Arbeit: „Ich wünschte, viele hätten gesehen, mit welchem Eifer er heute eine riesige Gangway gereinigt hat.“

Cesur, der zuvor sechs Praktika am Flughafen absolviert hat, wird nicht der einzige bleiben, der den Sprung in die Arbeitswelt schafft. Davon ist Martin überzeugt: „Wir haben noch weitere Schüler, die durchaus diese Perspektive haben.“ Und Martin verrät ihren Traum: „Warum kann die Maschine, mit der in der Werkstatt für behinderte Menschen Bestecke und Kopfhörer verpackt werden, nicht auch direkt vor Ort beim Auftraggeber stehen?“

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