500 verbotene Kosmetika und Cremes beschlagnahmt
+
Das Gepäck einer Studentin: 500 verbotene Kosmetika und Cremes stellte der Zoll Ende Januar am Flughafen München sicher. Foto: Zoll

Beamte baff

Flughafen München: Studentin versucht 110 Kilo Schmuggelware in Koffer durch Zoll zu zerren

  • Jonas Raab
    vonJonas Raab
    schließen

Eine Studentin wurde am Flughafen München mit 110 Kilogramm an verbotenen Cremes und Kosmetikartikeln erwischt. Wie konnte sie die Schmuggelware überhaupt tragen?

Flughafen München - Am Flughafen München hat der Zoll eine besonders schwere Ladung Schmuggelware sichergestellt. Eine Studentin hatte 500 verbotene Cremes und Kosmetikartikel im Gepäck - in Zeiten von Corona und völlig leergefegten Terminals eine besonders schlechte Idee.

Bereits Ende Januar haben Zöllner am Flughafen München das Gepäck einer 22-jährigen Studentin kontrolliert. Sie reiste gerade aus Togo ein. Bei ihrer Ankunft in München nahm sie den „Grünen Ausgang“. Den darf man allerdings nur passieren, wenn man ausschließlich anmeldefreie Waren im Gepäck hat. Das war allerdings nicht der Fall, wie das Hauptzollamt am Freitag mitteilt. „Das Gesamtgewicht aller Reisetaschen betrug rund 110 Kilogramm“, sagt Thomas Meister, Pressesprecher am Hauptzollamt München.

Ganze 110 Kilogramm: Studentin will 500 Cremes und Kosmetikartikel unbemerkt einführen

Zöllner durchsuchten das bleischwere Gepäck der Studentin. Dabei stießen die Beamten auf rund 400 verbotene Cremes. Es handelte sich dabei um rezeptpflichtige Kortison- und Anti-Pilz Cremes, die die 22-Jährige auf mehrere Taschen verteilte. Daneben hatte die Studentin rund 100 Kosmetikartikel im Gepäck, die nicht nach Deutschland eingeführt werden dürfen.

Produkte aus Drittländern müssen sicher sein. Als sicher gelten sie aber nur, wenn sie die Gesundheit des Menschen nicht gefährden. Auch kosmetische Mittel aus Drittländern müssen bei Ihrer Einfuhr die gleichen Anforderungen erfüllen, wie die, die in der Europäischen Union hergestellt wurden.

Nach Kosmetik-Schmuggelfund: Zoll bekommt jetzt wieder mehr zu tun

Die deutsche Zollverwaltung wirkt bei der Überwachung der Einhaltung der gesetzlichen Regelungen zum Schutz der menschlichen Gesundheit im internationalen Warenverkehr mit – und dürfte bald wieder mehr zu tun bekommen. Für das liebste Urlaubsziel der Deutschen in Spanien, Mallorca, gilt seit dem 14. März keine Reisewarnung mehr. Aufgrund des Buchungsansturms haben Airlines nun sogar Zusatzflüge geplant. Dass es jetzt viele deutsche Urlauber nach Mallorca treibt, bereitet der Regierung allerdings sorgen. Bayern denkt deshalb über eine Corona-Testpflicht nach.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare