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Flughafen bringt Entlastungspaket II an den Start

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Von: Hans Moritz

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Unerwartet groß war der Ansturm der Fluggäste nach Wegfall der Corona-Beschränkungen. © Peter Kneffel/dpa

Mehr als 5000 Beschäftigte der Flughafen München GmbH (FMG) können sich deutlich früher über mehr Lohn sowie weitere Verbesserungen freuen.

Flughafen - Die Geschäftsführung teilte am Freitag mit, dass sie das zweite Entlastungspaket vorziehen werde. Hintergrund sind die seit Wochen hohe Belastung der Mitarbeiter, deren Klagen über schlechte Entlohnung aufgrund des noch bis 2023 gültigen Corona-Notlagentarifvertrags sowie die Ankündigung der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) vor einer Woche, sich gegen die Bedingungen zur Wehr zu setzen (wir berichteten).

Flughafensprecher Ingo Anspach teilte unserer Zeitung mit, dass die Tariferhöhung um 1,8 Prozent für die Beschäftigten von FMG und AeroGround, die nach dem Notlagentarifvertrag erst zum 1. April nächsten Jahres vorgesehen wäre, bereits ab 1. August 2022 gewährt werde. „Von diesem Zeitpunkt an entfällt für die Beschäftigten auch der nach dem Notlagentarifvertrag erhobene Eigenbeitrag an die Zusatzversorgungskasse in Höhe von 0,8 Prozent“, erklärte er.

Zweiter Punkt: Die Mitarbeiter des Bodenabfertigers AeroGround, der FM-Sicherheit, der Konzernsicherheit und der Passagier- und Terminaldienste der FMG erhalten laut Anspach darüber hinaus bis zum Ende der Sommerflugplanperiode Prämien für geleistete Zusatzschichten.

Neueinstellungen bei der AeroGround sollen, drittens, bis auf Weiteres in einer höheren Entgeltstufe als bisher erfolgen. Den Beschäftigten der FM-Sicherheit werde als vierter Punkt bis Jahresende ein Fahrtkostenzuschuss gewährt.

„Mit den beiden Entlastungspaketen und der höheren Einstiegsvergütung liegt der Einstiegslohn bei der AeroGround ab Anfang August um mehr als 13 Prozent höher als noch im Mai dieses Jahres“, rechnet der Sprecher vor.

Flughafenchef Jost Lammers räumt ein, dass die FMG dieses Entlastungspaket einen „hohen einstelligen Millionenbetrag“ kosten werde. „Wir sehen es aber als eine Anerkennung der von der Belegschaft in diesem Sommer geleisteten außergewöhnlichen Arbeitsleistung. Zum anderen erhöhen wir dadurch die Attraktivität der Arbeitsplätze insbesondere im operativen Flughafenbetrieb.“ Das helfe auch bei der Rekrutierung neuer Kräfte.

Die FMG gibt zu, dass der rasante Anstieg des Luftverkehrs für alle eine enorme Herausforderung darstelle und sich die Situation durch die zahlreichen Annullierungen und massiven Flugplanverschiebungen noch einmal zugespitzt habe.

ham

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