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Gefährlich oder nicht? Zu Ultrafeinstaub gibt es unterschiedliche Meinungen. Die obere Grafik zeigt die vom Bürgerverein Freising gemessene Partikelkonzentration – je höher desto röter. Das untere Bild verdeutlicht die festgestellte Partikelgröße – je kleiner desto röter. 

Bürgerverein Freising kritisiert hohe Ultrafeinstaub-Konzentration

Flughafen: Gesundheitsrisiko Umwelt-Radweg?

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Als „Umwelt-Radweg“ bewirbt die FMG eine Tour, die um das Flughafen-Gelände führt. Der Bürgerverein Freising wirft der FMG vor, die Menschen einem Gesundheitsrisiko auszusetzen. Für die Flughafen-Gesellschaft sind die Vorwürfe „aus der Luft gegriffen“.

VON MANUEL ESER

Flughafen – Tatsächlich ist es die Luft am Airport, die die Mitglieder des Bürgervereins (BV) bewegt. Zwei Repräsentanten radelten im September den 18 Kilometer langen Rundweg ab, berichtet Oswald Rottmann unserer Zeitung. Ausgerüstet war das Duo mit GPS und einem Messgerät, das die Anzahl der Ultrafeinstaubpartikel (UFP) misst.

Die Ergebnisse versetzten den BV in Alarmstimmung. „Auf der ganzen Tour lag die mittlere Anzahl bei mehr als 26 000 Partikel pro Kubikzentimeter Luft“, berichtet Rottmann. Zum Vergleich: Abseits des Flughafens liege die Hintergrundbelastung zwischen 2500 und 4000 p/cm3. „Das eigentliche Problem ist aber, dass Radfahrer animiert werden, in die Abwind-Fahne des Flughafens zu fahren“, betont der BV-Sprecher. In der Luft, die der Süd- Westwind von den Start- und Landebahnen auf den nord-östlichen Teil des Rundwegs weht, liege die Konzentration bei mehr als einer Million.

Die Größe der Partikel bestätigten den Verdacht des BV. Die kleinsten, die aus den Triebwerken stammen würden, würden in der Abwindfahne gemessen. Die größeren im Süden und Westen würden vom Straßenverkehr herrühren. „An 17 Stationen erhält man zu Themen wie CO2-Neutralität, Vogelschutz oder Luftgüte Informationen“, sagt Rottmann. Kein Wort aber zu Ultrafeinstaub.

Schwerer wiegt der Vorwurf des BV, ganze Familien auf das Gelände zu locken und damit belasteter Luft auszusetzen. „Die FMG will damit anscheinend ihr Image aufbessern“, meint Rottmann. „Dass die Teilnehmer damit einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt werden, wird dabei offensichtlich billigend in Kauf genommen. Diese Praxis bedarf einer dringenden Korrektur.“

Das sehen die Flughafen-Betreiber anders. „Die Warnungen des Bürgervereins sind aus der Luft gegriffen und entbehren jeder Grundlage“, sagt FMG-Sprecher Edgar Engert. Er weist darauf hin, dass es für UFP weder Grenzwerte gebe noch standardisierte Messverfahren. Messungen ultrafeiner Partikel seien weder im Lufthygienischen Landesüberwachungssystem Bayern noch in der Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes vorgesehen. Bei allen anderen Verunreinigungen sei man im grünen Bereich. „Alle gesetzlichen Grenzwerte werden sicher eingehalten und zum Teil deutlich unterschritten.“

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