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Am Flughafen griff die Bundespolizei die irakische Flüchtlingsfamilie auf.

Familie kommt im Privatjet am Münchner Flughafen an

Diplomaten erweisen sich als Irak-Flüchtlinge

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Auf sehr ungewöhnlichem Wege sind vier irakische Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Mit einem Privatjet landeten sie im Erdinger Moos. Ihre Geschichte klang eindrucksvoll, war aber erlogen.

Flughafen – Gleich vier eingeschleuste Asylbewerber standen am Freitag der Bundespolizei gegenüber und begehrten Einlass ins Bundesgebiet. Der Luftweg gilt dabei ohnehin schon als exklusiv. Doch die irakischen Eheleute im Alter von 44 und 49 Jahren mit ihren sieben und zwölf Jahre alten Kindern waren nicht etwa mit einer Linienmaschine ins Erdinger Moos gekommen, sondern recht nobel in einem privaten Businessjet. 60 000 Euro hat die Familie angeblich für den Transfer von Istanbul ins Erdinger Moos bezahlt.

Die Iraker kamen bei der Allgemeinen Luftfahrt an, wo die kleinen Maschinen andocken. Angekündigt waren die Vier als Diplomaten, berichtet Bundespolizeisprecher Christian Köglmeier. Laut Plan wollten sie in die Karibik weiterfliegen. Doch all das erwies sich als Märchen. Die angeblichen Diplomatenpässe waren gefälscht, der Familienvater beherrschte keinerlei Fremdsprachen.

Schließlich gab er zu, aus religiösen Gründen auf der Flucht zu sein. Die Bundespolizei brachte die Familie ins Ankerzentrum, wo über ihre Asylanträge entschieden werden muss. Gegen die Schleuser wird ermittelt.  ham

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