Kontrolle bei Einreise am Flughafen.
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Bei ihrer Einreise am Münchner Flughafen wurde eine Georgierin gestellt.

München

Gepäck-Kontrolle am Flughafen: Polizei findet schlüpfrigen Inhalt - und kommt just einer Frau auf die Schliche

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Auf dem Weg zu einer OP? Eine junge Frau aus Georgien gab dies am Flughafen München als Einreise-Grund an. Ein Blick in ihr Gepäck ließ einen anderen Verdacht aufkommen.

Erding – Wer in Zeiten einer Pandemie eine Reise unternimmt, benötigt nicht nur gültige Papiere, er muss auch einen triftigen Grund nennen können. Eine Georgierin, die am Montag aus Tiflis kommend am Münchner Flughafen gelandet war, gab bei der Einreisekontrolle der Bundespolizei an, sie nehme in einer Nürnberger Klinik einen OP-Termin wahr. Dazu legte sie eine Bestätigung des Krankenhauses vor.

Flughafen München: Georgierin reist wegen angeblicher OP ein

Die Beamten wollten auf Nummer sichergehen – und fragten in der Franken-Metropole nach. Doch dort wusste man nichts von der 29-Jährigen. Bei der Kontrolle des Gepäcks keimte ein ganz anderer Verdacht auf. Wollte die junge Frau in Deutschland der illegalen Prostitution nachgehen?

Angeblicher OP-Termin: Bei Gepäckkontrolle am Flughafen München kommt Polizei ein Verdacht

Bundespolizeisprecher Christian Köglmeier berichtet, dass der Koffer voller Reizwäsche gewesen sei – „mehr als für einen Krankenhausaufenthalt normalerweise nötig“, wie er lakonisch anmerkte. Die Georgierin wollte dazu keinerlei Angaben machen.

Einreise am Münchner Flughafen: Georgierin hat Koffer voller Reizwäsche im Gepäck

Die Bundespolizisten zeigten die Frau wegen des Versuchs der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthalts sowie wegen Urkundenfälschung an, bevor sie nach drei unfreiwilligen Übernachtungen im Erdinger Moos am Donnerstagabend ihren Heimflug nach Tiflis antreten wird.  

Frau muss nach Georgien zurückfliegen und bekommt dreifache Anzeige

Ein Mann ohne die aufgrund der Corona-Pandemie vorgeschriebene Maske erregte am Münchner Flughafen die Aufmerksamkeit der Bundespolizei - und die Beamten staunten nicht schlecht. Wegen eines Strafzettels ist ein Mann am Flughafen München kürzlich komplett ausgerastet. Die Polizei konnte ihn erst im dritten Anlauf stoppen.

(ham)

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