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Am ersten Sommerferienwochenende 2018 waren tausende Reisende nach einer Sicherheitspanne am Münchner Flughafen stundenlang gestrandet. Doch zumindest die Fluggesellschaften müssen ihren Passagieren deswegen nichts erstatten.

Keine Ausgleichszahlung nach Sicherheitspanne am Flughafen München

Chaos im Terminal 2: Passagiere gehen leer aus

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Das Chaos am Flughafen München mit tausenden gestrandeten Passagieren zu Beginn der Sommerferien 2018 beschäftigt jetzt auch die Justiz.

München/Erding – Vier Münchner, die am 28. Juli wegen einer gravierenden Panne an der Sicherheitskontrolle nicht pünktlich hatten starten können, wollten von der Fluggesellschaft Geld zurück. Doch sie scheiterten – erst vor dem Amtsgericht Erding und in zweiter Instanz vor dem Landgericht Landshut. Die Justiz vertrat die Auffassung, dass der Airline kein Verschulden nachzuweisen sei.

Am ersten Ferienwochenende war eine Reisende unkontrolliert in den Sicherheitsbereich des Flughafens gelangt (wir berichteten). Daraufhin wurde das Terminal 2 für Stunden gesperrt, zahllose Reisende hingen fest. Unter ihnen waren auch vier Münchner, die um 8.50 Uhr nach Ankara starten wollten. Wegen des Chaos verpassten sie ihre Maschine und mussten eine spätere nehmen. Die Türkei erreichten sie erst mit 13-stündiger Verspätung. Als Entschädigung wollte jeder von ihnen 400 Euro.

Vor dem Amtsgericht Erding kam es zur Verhandlung. Die Kläger argumentierten nach Angaben von Sprecher Stefan Priller, die Fluggesellschaft müsse sich die fehlerhafte Sicherheitskontrolle zurechnen lassen. Die Beklagte wiederum war der Auffassung, die Schuld liege nicht bei ihr. Denn die Passagiere seien zu spät am Flugzeug erschienen. Für die Antiterrormaßnahme der hoheitlich handelnden Bundespolizei sei sie nicht verantwortlich.

Dieser Auffassung schloss sich das Erdinger Gericht an. Der Flug sei ja nicht verweigert worden, dazu hätten die Passagiere rechtzeitig am Gate sein müssen. Zudem hätte die Airline den Reisenden mitteilen müssen, sie nicht mitzunehmen.

Auch wenn sie selbst nicht schuld daran gewesen seien, die vier Kläger seien nicht rechtzeitig zum Start da gewesen, heißt es im Urteil. Die Verzögerung habe nicht die Fluggesellschaft zu verantworten – und sei deshalb auch nicht ausgleichspflichtig. Auf hoheitliche Maßnahmen habe sie keinen Einfluss.

Die Münchner gingen vor dem Landgericht Landshut in Berufung – ebenfalls ohne Erfolg. 

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