Eine Streife der Bundespolizei im Transitbereich des Münchner Flughafens.
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Flughafen München: Mann will Maskenpflicht umgehen. Die Bundepolizei lässt sich das nicht gefallen (Symbolfoto)

Polizei veröffentlicht Foto

Flughafen München: Münchner rennt ohne Maske durch Terminal - Sein Attest macht Beamte sprachlos

  • vonTimo Aichele
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Ein Münchner will am Flughafen München die Maskenpflicht umgehen und legt ein falsches Attest vor. Doch nicht mit der Bundespolizei. Sie veröffentlichen dieses Foto (siehe unten).

  • Ein 33-Jähriger wird am Flughafen München ohne Maske kontrolliert.
  • Er legt ein gefälschtes Attest vor, um die Maskenpflicht zu umgehen.
  • Die Beamten erkennen den Vordruck als Werk eines bei Corona-Leugnern beliebten Urologen aus Hessen.

Flughafen – Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist an Flughäfen und Bahnhöfen Pflicht. Aber nicht allen Reisenden passt das. Manche weigern sich teils vehement und aggressiv, andere versuchen sich durch ein fragwürdiges ärztliches Attest aus der Verpflichtung zu stehlen – so am Donnerstag am Flughafen München. Bundespolizisten ließen sich aber von einem 33-jährigen Münchner nicht hinters Licht führen. Der Maskenverweigerer gab einen Zettel als Attest aus, das ihn vom Tragen eines Mundschutzes entbindet.

Der Deutsche war den Beamten nach einer Pressemitteilung der Bundespolizei ohne Maske vor die Füße gelaufen und hatte auch gleich ein Attest parat. Nur war dieses nicht das Papier wert, auf dem es gedruckt war. Daher wird sich der Kontostand des Münchners wohl in nächster Zukunft um mindestens 150 Euro schmälern.

Mit diesem Zettel wollte ein Maskenverweigerer Beamte am Flughafen hinters Licht führen. Foto: bundespolizei

Fake-Corona-Attest am Flughafen München: Atemnot und Panikattacken durch Maskentragen

Auf sein fehlendes Gesichts-Accessoire angesprochen, zauberte der 33-Jährige am Donnerstagabend im München Airport Center ein Attest hervor, das ihn angeblich von der Tragepflicht entbindet. Der gebürtige Mannheimer würde laut dem Papier sonst Atemnot und Panikattacken erleiden.

Den Beamten genügte allerdings ein kurzer Blick, um zu erkennen, dass das angebliche medizinische Dokument ein deutschlandweit kursierendes Fake-Attest eines mittlerweile in den Reihen der Corona-Skeptiker sehr beliebten Urologen aus Hessen ist. Genauer nachgefragt, kannte der Attestinhaber nicht einmal den Namen seines angeblichen Arztes und gab schließlich schnell zu, gelogen zu haben. Er habe das Formular von einem Freund zugeschickt bekommen, es ausgedruckt und ausgefüllt.

Fake-Corona-Attest am Flughafen München bringt Münchner eine Geldstrafe ein

Also haben die Bundespolizisten den Ertappten bei den Kollegen der Polizeiinspektion Flughafen München abgeliefert. Die Beamten haben dem 33-Jährigen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung angedeihen lassen. Diese wird den Münchner wohl 150 Euro kosten. Außerdem steht noch der Verdacht der Fälschung von Gesundheitszeugnissen im Raum.

Schon andere Maskenverweigerer haben versucht, ein Attest einzusetzen. Hier ein dreister Fall aus einem Hotel in Lenggries.

Der Flughafen München gilt als sozial großzügiger Arbeitgeber - auch aufgrund der Anteilseignung des Staates. Corona zwingt die FMG jedoch zu einer „Anpassung der Personalsituation“.

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