Die Flaute am Flughafen München hat jetzt personelle Konsequenzen
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Die Flaute am Flughafen München hat jetzt personelle Konsequenzen. (Archivbild)

Stellenabbau im Erdinger Moos

Corona-Krise trifft Flughafen München hart: Stellenabbau wird konkret- düstere Prognose für „Durststrecke“

  • Dirk Walter
    vonDirk Walter
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Der Flughafen München gilt als sozial großzügiger Arbeitgeber - auch aufgrund der Anteilseignung des Staates. Corona zwingt die FMG jedoch zu einer „Anpassung der Personalsituation“.

  • Viele Jahre erlebte der Flughafen München* ständige Passagierrekorde und wachsende Umsatzzahlen.
  • Diese Zeiten erhielten mit Einsetzen der Corona-Pandemie* ein jähes Ende - der Flugverkehr kam zum Erliegen.
  • Die FMG spürt dies in den Kassen - und beschließt nun Personalmaßnahmen für einen Wegfall von Arbeitsplätzen.

Flughafen München - Die Pläne für den Personalabbau am Airport werden konkret. Die Flughafen München GmbH (FMG) bestätigte am Mittwoch (9. September) Gespräche der Geschäftsführung mit dem Betriebsrat über „eine Anpassung der Personalsituation in allen Funktionen und Ebenen“.

Flughafen München baut Personal ab - Diese Maßnahmen möchte die FMG ergreifen

Neben altersbedingtem Ausscheiden von Mitarbeitern setze die FMG auf Vorruhestandsregelungen, Freiwilligenprogramme mit Abfindungen und Teilzeitregelungen sowie auf Fortsetzung der Kurzarbeit. Der Stellenabbau werde sich „über die nächsten Jahre erstrecken“ und sozialverträglich sein, hieß es. Kündigungen soll es nicht geben.

Angaben, wie viele der etwa 10.000 Mitarbeiter gehen müssen, machte die FMG nicht. Wir hatten bereits im Juli über die Pläne berichtet, etwa jede fünfte Stelle dürfte wackeln. Besonders betroffen ist die größte Tochter, die Aeroground mit 2400 Mitarbeitern. Dort sind die Flugzeugabfertiger angesiedelt.

Flughafen München: FMG-Chef rechnet mit Rückkehr des Niveaus der Vor-Corona-Zeit

Die „Durststrecke“ im Luftverkehr werde „mehrere Jahre“ dauern, sagte FMG-Chef Jost Lammers. Vor 2025, so heißt es, werde das Niveau der Vor-Corona-Zeit nicht erreicht. Vom Flughafen München* aus werden zwar wieder über 100 Ziele angeflogen, doch die Passagierzahl ist sehr niedrig.

Am Flughafen München* ist eine große Event-Arena in Planung. Schon jetzt spaltet das Projekt die Gemüter: Kritiker vermuten ein Kultur-Sterben, auch eine enorme Zunahme des Verkehrs* wird befürchtet. *Merkur.de ist ein Angebot des Ippen-Digital-Netzwerks

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