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Beamte trauen ihren Augen nicht: Frau will exotisches Urlaubsmitbringsel durch den Zoll schmuggeln

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Von: Andrea Stinglwagner

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Symbolfoto: Zollabfertigung am Flughafen.
Symbolfoto: Zollabfertigung am Flughafen. © picture alliance / dpa / Sebastian Willnow

Eine junge Frau hat wurde am Münchner Flughafen vom Zoll aufgehalten. Das was sie versuchte durch den Zoll zu schmuggeln, machte die Beamten sprachlos.

Erding - Ein winziges Schachterl war es, das eine deutsche Reisende auf dem Rückflug aus Nordafrika in ihrer Handtasche versteckt hatte. Darin eng eingezwängt in einer Plastiktüte: eine kleine, lebendige Schildkröte! Diesen Fund machte der Zoll am Freitag am Münchner Flughafen. Die junge Frau, der die Handtasche gehörte, befand sich auf der Rückreise vom Marokko-Urlaub.

Landschildkröte wird in Auffangstation für Reptilien aufgepäppelt

Die Tunesische Landschildkröte wurde ihr abgenommen – sie wird jetzt in der Auffangstation für Reptilien aufgepäppelt. Dort warnt man eindringlich vor dem Tierschmuggel: Das sei ein Verstoß gegen internationales Artenschutzrecht, das Zollrecht im Urlaubsland und strenge EU-Regeln. „Leider werden in vielen Staaten Nordafrikas nach wie vor die dort heimischen Landschildkröten illegal gesammelt, um auf Basaren, in engen Vogelkäfigen oder Kisten zusammengepfercht, an naive Touristen verkauft zu werden – Schmuggelanleitung inklusive.“

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In dieser winzigen Pappschachtel schmuggelte eine junge Frau die kleine Schildkröte aus Afrika. © Reptilien-Auffangstation

Junge Schmugglerin muss Strafe zahlen

Touristen glaubten, sich im Ausland preisgünstig eine Schildkröte besorgen zu können – im „guten Glauben, ein Tier gerettet zu haben“. Doch statt in einem geeigneten Biotop landen die Schildkröten in einer Wohnung. „Sie kommen mit dem Leben auf einem kleinen Stadtbalkon oder Garten nicht klar, erkranken und sterben.“ Laut Thomas Meister, Sprecher vom Hauptzollamt München, muss die junge Schmugglerin nun Strafe zahlen – Und sie muss für die Unterbringungskosten aufkommen.

Video: Gewissenlose Tier-Mafia

Am Münchner Flughafen gehen dem Zoll oft Schmuggler ins Netz:

Ein 22-Jähriger versuchte 170 Stangen Zigaretten durch die Kontrollen zu schleusen, das berichtet merkur.de*

ast

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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