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Er wurde zwei Jahre gesucht: Polizei entdeckt „falschen Griechen“ am Flughafen München

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Von: Klaus-Maria Mehr

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Flughafen München: Seit zwei Jahren gesucht: Polizei entdeckt „falschen Griechen“
Die Einreise aus Griechenland am Flughafen München wurde einem „falschen Griechen“ zum Verhängnis (Symbolbild). © picture alliance / dpa / Andreas Gebert

Offenbar dachte er, es würde sich keiner mehr an ihn erinnern: Die Polizei entlarvte am Flughafen München einen „falschen Griechen“, der seit über zwei Jahren polizeilich gesucht wurde.

Dachte wohl, man hatte ihn schon vergessen: „Falscher Grieche“ reist seelenruhig am Flughafen München ein

Flughafen München – „Er wollte früher wohl lieber Grieche sein“, schreibt die Bundespolizei am Flughafen München - wohl mit einem Augenzwinkern. Der „falsche Grieche“ ging den Beamten am Freitag am Flughafen München ins Netz. Seit März 2018 wurde er gesucht.

Die Vorgeschichte: Der Albaner hatte vor knapp drei Jahren versucht, Beamte der Polizei in Niederbayern bei einer Kontrolle mit gefälschten griechischen Dokumenten hinters Licht zu führen. Diese wiederum hatten den Täuschungsversuch mit einer Strafanzeige wegen des Verdachts der Urkundenfälschung quittiert. 

Einsatz am Flughafen München: „Falscher Grieche“ seit zwei Jahren gesucht

Ein Richter am Landshuter Amtsgericht hatte mit einer Verurteilung des Übeltäters zu 3.300 Euro Geldstrafe, alternativ 220 Tagen Haft, die Angelegenheit im März 2018 strafrechtlich abgeschlossen. Allerdings hat der 38-Jährige den Richterspruch offensichtlich nicht ernst genug genommen und war die geforderte Summe schuldig geblieben. 

Also hat die Staatsanwaltschaft in Landshut den säumigen Zahler im April 2018 mit Vollstreckungshaftbefehl zur Festnahme ausgeschrieben. Diesen Haftbefehl vollstreckten Bundespolizisten nun am Münchner Airport.

„Falscher Grieche“ am Flughafen München: Festnahme am Freitag - nach Griechenlandflug

Die Beamten nahmen den Gesuchten fest, als dieser am Freitagmittag (10. Juli) am Flughafen München landete. Interessantes Detail: Der Gesuchte reiste sogar aus seinem offensichtlichen Lieblingsland an - Griechenland. Dem Land also, das er schon 2017 als sein vermeintliches Heimatland angegeben hatte.  

Der Festgenommene konnte aber relativ schnell wieder seines Weges ziehen, nachdem er die geforderte Geldstrafe zusammen mit den Verfahrenskosten in Höhe von 140 Euro bei den Bundespolizisten hinterlegt hatte.

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