+
Innovativ bis zur Siegerehrung: Wegen Corona konnten sich die Teilnehmer nicht am Flughafen treffen. Ein Gruppenfoto kam dennoch zustande. 

Wettbewerb „Jugend forscht“ kann nur virtuell stattfinden

Corona beflügelt die Wissenschaftler von morgen

Die 56. Auflage von „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ war keine wie jede andere. Wegen Corona konnte der Tüftlerwettbewerb nur digital stattfinden. 51 Nachwuchswissenschaftler aus 13 Schulen präsentierten 30 Projekte.

Flughafen – Der Flughafen fungiert bereits seit 19 Jahren als Pate des Wettbewerbs in der Region München Nord.„Lass Zukunft da“ lautete heuer das Motto. Auch die 23 Juroren konnten nur per Videokonferenzen entscheiden.

Inspiriert durch die aktuelle Situation setzten sich zwei junge Forscherinnen von „Schüler experimentieren“ mit der Corona-Pandemie auseinander und gewannen in der Kategorie Arbeitswelt den ersten Preis: Die 13-jährige Johanna Leonhard und die 14-jährige Milena Starovoitova vom Gymnasium Ismaning bauten einen Abstandsmesser für Kita-Kinder, die Entfernungen noch nicht so recht einschätzen können. Mit Hilfe eines Mikrocontrollers und eines Ultraschallsensors wird der Mindestabstand von 1,5 Metern permanent gemessen. Wird er unterschritten, warnt ein akustisches Signal die Kinder vor allzu viel Nähe.

Ein gutes Beispiel für innovatives Denken im Bereich Umweltschutz kommt von den Siegern im Wettbewerb Technik (Schüler experimentieren): Die beiden zwölfjährigen Leon Leitner und Levin Yanik Beyerlein vom Luitpold Gymnasium München haben zur Ermittlung der Wasser-Qualität ein spezielles Boot konstruiert: Mit Hilfe ihres aus Glasfaser gebauten, ferngesteuerten Wasserfahrzeugs „Aquabot 2.0“ können sie die Wasserqualität online messen. Zwei unterschiedliche Sensoren an Bord analysieren den Sauerstoffgehalt und den ph-Wert und übermitteln die Daten live an einen Laptop am Ufer.

Der virtuelle Landeswettbewerb, die zweite Runde, für „Jugend forscht“ fand kurz vor den Osterferien statt, der von „Schüler experimentieren“ ist für 16. April angesetzt. Dafür haben sich die folgenden Preisträger des vom Flughafen München organisierten Regionalwettbewerbs qualifiziert:

Arbeitswelt: „Schüler experimentieren“: Hilfe zum Mindestabstand einhalten von Johanna Leonhard (13 Jahre) und Milena Starovoitova (14), Gymnasium Ismaning);

Biologie: „Schüler experimentieren“: Untersuchung des Wachstums von Kressesamen auf verschiedenen Untergründen von Tanja Fan (9), Amalia Hein (11) und Diaratou Thiam (10), Gymnasium Ismaning;

„Jugend forscht“: „Molecular docking“ von neuen potenziellen antiviralen Wirkstoffen gegen Sars-CoV-2 von Leopold Zaitz (15), Luitpold Gymnasium München;

Geo- und Raumwissenschaften: „Jugend forscht“: Knochen erzählen Umweltgeschichte von Finn Martin Fesq (17), Fachoberschule Karlsfeld;

Mathematik/Informatik: „Schüler experimentieren“: Der Arduino als Messgerät von Malte Rauschenbach (10), Franz-Marc-Gymnasium Markt Schwaben; „Jugend forscht“: Echtzeit-Raytracing auf Adaptively-Sampled Distance Fields von Jonathan Hahne (18), Technische Universität München:

Physik: „Jugend forscht“: Computertomographie im Eigenbau von Tobias Stadler (17), Gymnasium Waldkraiburg;

Technik: „Schüler experimentieren“: AquaBot 2.0 – Ferngesteuertes Forschungsboot zur Wasserprobennahme, Analyse und Übermittlung von Leon Leitner (12) und Levin Yanik Beyerlein (12), Luitpold Gymnasium München; „Jugend forscht“: Sonic Light Vision von Kevin Pfalz (15), Luitpold Gymnasium München, und Dezhong Zhuang (15), Ernst-Mach-Gymnasium Haar.  red

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare