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Zahlreiche Passagiere mussten am Samstag teils stundenlang ausharren. (Symbolbild)

Polizei muss eingreifen

Flughafen München: Flugzeug kann zwei Stunden nicht starten - Passagier verliert Nerven

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Teils tumultartige Szenen haben sich am Samstagmittag am Flughafen München in einer Maschine der türkischen Fluggesellschaft Sun Express abgespielt.

Flughafen - Am Ende musste sogar die Polizei ausrücken, um erhitzte Gemüter zu besänftigen. Auslöser war eine stundenlange Verzögerung der Abfertigung des Fliegers, der planmäßig um 11 Uhr in Richtung Ankara hätte abheben sollen. Verursacher war der Bodenabfertigungsdienst Swissport Losch, dem krankheitsbedingt so viele Mitarbeiter fehlten, dass das Gepäck von 180 Reisenden nicht eingeladen werden konnte.

Flughafen München: Flieger über Stunden am Boden - Passagier rastet aus

„Die Maschine stand bereits zwei Stunden mit Passagieren am Gate. Die Stimmung ist zunehmend unruhiger und aggressiver geworden“, berichtet Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord. 

Ein Passagier habe aus Wut zu randalieren begonnen. „Die Beamten konnten die Lage aber rasch deeskalieren.“ Alle 180 Fluggäste mussten mithilfe der Bundespolizei erneut einreisen. Sie konnten erst am Sonntag gegen 9.30 Uhr starten, nachdem tags zuvor die Arbeitszeit der Crew abgelaufen war.

Münchner Flughafen: Zwischenfall mit Folgen - „... war für die Firma nicht vorhersehbar“

Flughafen-Sprecher Edgar Engert bestätigt den Zwischenfall. Es sei nicht der einzige an diesem Tag gewesen. „Der große Mitarbeiter-Ausfall war für die Firma nicht vorhersehbar“, sagt Engert. Etliche Maschinen seien mit teils erheblichen Verspätungen gestartet. Für den Sonntag hatte der Abfertiger dann vorgesorgt. Der Betrieb verlief wieder normal.

Über einen „Einsatz in noch nie dagewesener Art und Weise“ empört sich die Freiwillige Feuerwehr Eitting auf Facebook.

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