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Für Sicherheit im und um den Moos-Airport sorgt die bayerische Flughafenpolizei.

Flughafenpolizei verzeichnet über 1000 Kollisionen – Fahrerflucht ist Alltag

Unfallzahlen steigen weiter an

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Immer mehr Passagiere, immer mehr Besucher – kein Wunder, dass am Münchner Flughafen auch die Unfallzahlen steigen.

Flughafen - 1011 Mal hat es an Deutschlands zweitgrößtem Flughafen sowie in den umliegenden Gewerbegebieten in den Landkreisen Erding und Freising im vergangenen Jahr gekracht, 109 Mal mehr als 2017.

Diese Zahlen nennt Flughafenpolizeisprecher Harald Lindacher. Bei der Mehrzahl (942) blieb es bei Blechschäden (2017: 842). Bei den weniger glimpflichen Crashs waren 92 (83) Verletzte zu beklagen. Mit elf zogen sich genauso viele Beteiligte schwere Verletzungen zu wie im Jahr zuvor. Allerdings war zuletzt kein Todesopfer zu beklagen. 2017 war ein Mensch ums Leben gekommen.

Es klingt fast schon kurios: Aber auch am hoch technisierten Flughafen mit hektarweise versiegelten Flächen muss die Polizei zu Wildunfällen ausrücken. In 20 (38) Fällen kam es zu Zusammenstößen mit Rehen, Hirschen, Wildschweinen und anderen Tieren.

Was den Beamten Sorgen bereitet: „Es haben sich deutlich mehr Verursacher unerlaubt von der Unfallstelle entfernt als ein Jahr zuvor“, bilanziert Lindacher – 225 im Vergleich zu 182. „Dabei handelte sich in den allermeisten Fällen um Schäden, die auf einem der zahlreichen Parkplätze verursacht wurden.“ 75 (66) Unfallflüchtige habe man ermitteln können. „Gegen alle sind Strafverfahren eingeleitet worden“, so Lindacher.

Um die Zahlen zu senken, startet die Flughafenpolizei in Kürze in den Parkhäusern die Plakat-Aktion „Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt“. Damit wolle man die Verkehrsteilnehmer sensibilisieren.

Sieben Fahrer standen bei Unfällen unter dem Einfluss von Alkohol, einer unter dem von Drogen. Jede fünfte Kollision passierte laut Lindacher beim Abbiegen beziehungsweise Einfahren, jede zehnte wegen zu geringen Sicherheitsabstands.

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