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Flughafen München: Warnstreik mitten in den Ferien - dutzende Flugausfälle am Airport

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Von: Lucas Sauter-Orengo

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Viele Fluggäste warten eine Woche nach ihrem Zwischenstopp am Münchner Flughafen noch immer auf ihr Gepäck.
Viele Fluggäste warten eine Woche nach ihrem Zwischenstopp am Münchner Flughafen noch immer auf ihr Gepäck. © Sven Hoppe/dpa

Am Flughafen München könnte es wieder zu Ausfällen und Verzögerungen kommen. Der Grund: Ein Warnstreik des Bodenverkehrsdienstleisters Swissport Losch.

Flughafen München: Streik führt zu dutzenden Flugausfällen

Update vom 10. August, 15.20 Uhr: Am Flughafen München sind am Mittwoch wegen eines Warnstreiks 36 Starts und Landungen annulliert worden. Betroffen waren Flüge der Lufthansa-Töchter Air Dolomiti, Cityline und Eurowings, unter anderem nach Palma de Mallorca, Florenz, Turin, Bologna, Zürich, Stuttgart und Dresden, wie ein Flughafensprecher sagte. Die Gewerkschaft Verdi hatte Beschäftigte des Gepäck- und Busdienstleisters Swissport Losch aufgerufen, die Arbeit von 10 bis 15 Uhr ruhen zu lassen. Die Beteiligung sei sehr gut, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Laut Swissport waren die Gepäckbeladung und -entladung an den Flugzeugen, die Entleerung der WC-Tanks sowie die Passagierbusse betroffen. Obwohl nur rund 100 Mitarbeiter in den Ausstand getreten seien und kurzfristig Mitarbeiter aus dem Ausland eingeflogen wurden, seien die Auswirkungen groß gewesen, sagte ein Unternehmenssprecher in Zürich.

Erstmeldung vom 9. August 2022

Flughafen München - Mitten in den Sommerferien ruft die Gewerkschaft Verdi schon wieder zu einem Warnstreik am Flughafen München auf. Ziel ist jetzt der Bodenverkehrsdienstleister Swissport Losch. An diesem Mittwoch sollen die Beschäftigten der Mittagsschicht von 10 bis 15 Uhr die Arbeit ruhen lassen. Der Flughafen warnte, es könne zu Flugausfällen und zu Verzögerungen im Betriebsablauf kommen.

Flughafen München: Warnstreik angekündigt - Flugausfälle und Verzögerungen möglich

Der Dienstleister arbeite für viele Urlaubsflieger, sagte ein Flughafensprecher. Passagiere sollten sich bei ihrer Airline oder ihrem Reiseveranstalter informieren. Laut Swissport Losch sind vom Warnstreik unter anderem die Gepäckabfertigung, sämtliche Vorfelddienste sowie Passagierbusdienste dieses Unternehmens betroffen. Notfallpläne seien in Arbeit. Die Gewerkschaft fordert eine deutliche Lohnerhöhung für die annähernd 600 Münchner Beschäftigten von Swissport, um „angesichts einer Inflationsrate von 8 Prozent aktuell Reallohn zu sichern“, wie die Verhandlungsführerin Manuela Dietz am Dienstag sagte.

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Dann könne das Unternehmen auch mehr offene Stellen besetzen. Swissport teilte mit, das Unternehmen habe am Freitag 8 Prozent und eine Einmalzahlung von 250 Euro angeboten und sein Angebot am Dienstag auf 10,1 Prozent erhöht. Das komme der Verdi-Forderung von 11 Prozent nahe. Verdi solle den Warnstreik absagen. Swissport Losch leistet für Fluggesellschaften - ebenso wie die flughafeneigene Firma Aeroground - Passagier-, Gepäck-, Frachtabfertigung sowie Vorfeld-, Bus- und Transportdienste.

Flughafen München: Warnstreik angekündigt - Flugausfälle und Verzögerungen möglich

Laut Flughafen bedient das Unternehmen in München zwischen 35 und 40 Prozent der Flugbewegungen. Wenn Aeroground gefragt würde und Kapazität frei hätte, werde Aeroground den Kollegen aushelfen, zum Beispiel mit Busfahrern, sagte ein Flughafensprecher. Verdi hatte mit einem Streikaufruf an das Lufthansa-Bodenpersonal Ende Juli die Absage von über 1000 Flügen bewirkt, 130 000 Passagieren waren betroffen. Die Lufthansa erhöhte darauf die Löhne kräftig, laut Verdi quer durch alle Beschäftigtengruppen um monatlich zwischen 377 und 498 Euro. Das sei nicht nur ein Inflationsausgleich, sondern eine Reallohnerhöhung.

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